Astrologie Mondiale
(Pratique)

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Vierzig Jahre Vorhersage : eine Bilanz

( Übersetzung aus dem Französischen: Lioba Kirfel )

 

Es ist unmöglich seine Arbeitsmappe mit astrologischen Vorhersagen, denen man sich nach besten Kräften und fast ununterbrochen gewidmet hat,  zu schließen, ohne am Ende seines Lebens das Bedürfnis zu verspüren, eine Bilanz zu ziehen. Mit dem unvermeidlichen Risiko sich gnädig und gutwillig zu richten, ist es doch schwierig gleichzeitig die Rolle des Richters und des Angeklagten zu übernehmen, trotzdem gewillt, mich aus freien Stücken der Kritik zu stellen.

Natürlich kann dabei nicht die Nebelwolke miteinbeziehen, die inzwischen über viele Zeit- und Raumdimensionen verstreuten individuellen Vorhersagen liegt und die sich jeder Kontrolle entzieht. Der einzige Bereich in dem sich eine derartige Beurteilung anbietet ist ganz offensichtlich die Mundan – Astrologie, der Schauplatz des öffentlichen Lebens.

Diese sollte als erstes einmal verteidigt werden. Astrologie hat nichts zu tun mit guten Ratschlägen oder mit wunscherfüllenden Märchenerzählungen. Sicherlich aber ist sie das Wesentliche einer gründlichen psychologischen Lektüre des Geburtsthemas; darüber hinaus steht einer spekulativen Odyssee nichts im Wege. Dennoch ist die reine nackte Wahrheit, die sich aus einem dunklen Abgrund erhebt, nicht weniger schön !

Begeben wir uns nun in den geschlossenen Bezirk, wo die Astrologie unser Wissen übersteigt und bemächtigen wir uns mit der Fähigkeit der Vorhersage. Dem Leser sei gesagt dass es sich dabei um eine reine Kunst handelt, die sich in den risikoreichsten Dienst des Geistes stellt, in den schier unzugänglichsten aller Bereiche eindringen will: das Geheimnis der Zukunft. Soll deshalb der Lehrling zum Hexenmeister ernannt werden, damit man ihn dann später schneller verdammen kann ?

Gleich vorneweg möchten wir den blamierten Gegner beruhigen und auch den Herrn Kollegen, sauer über die erfolgreiche Vorhersage, die er nicht eingestehen will und – immer noch nicht zufrieden – dann doch eine große Schlappe erleiden musste. Ich habe dies persönlich miterlebt und in meinem Artikel  Une mascarade astrologique ( L’Astrologue Nr.145 ) bloß gestellt. Dies wurde dann im Internet nochmals aufgegriffen und zwar von einem mit akademischem Hochmut aufgeblasenem Möchtegern. Es ist gar nichts ungewöhnliches dass ein ungeschickter Phrasendrescher Hohn und Schande auf den wirft, der dabei ist, ein Resultat zu erzielen, um dies dann prompt zu verneinen, denn er selbst wäre niemals im Stande gewesen ein solches zu erreichen. Was möchten Sie denn sehen, meine Damen und Herren ?  Soll eine Aussage über die Geheimnisse der Zukunft vielleicht wie ein Kaninchen aus dem Zylinder gezogen werden ? Das wäre dann wirklich das Höchstmass an Dummheit ! Das ist es eben nicht, auf dem bequemen Hochsitz zu hocken und ins Blaue zu reden. Eine ganze Welt liegt zwischen „ sich mit Astrologie beschäftigen „ und  „ein Astrologe sein“ , d.h. sich dieser Kunst in ihrer höchsten Ausformung widmen. Es hieße vor allem der Geschichte Unrecht zu tun, was an sich ja schon schlimm genug wäre, sondern mir auch zu unterstellen, meine eigenen Fehler nicht eingestehen zu wollen. Wer mich kennt, weiß dass ich bereits vor 5, 10, 15 ja 20 Jahren vorhergesagt habe dass wenn  zum Zeitpunkt der Konjunktion der Riesenplaneten Saturn – Uranus - Neptun im Jahre 1989 keine schwerwiegenden historischen Ereignisse in der kommunistischen Welt  geschehen würden, ich sofort die Astrologie aufgeben  und als Hirngespinst erklären würde ! Diesen Mut zur Wahrheit  habe ich niemandem zu verdanken. Vor allem nicht einem gewissen Autor, der anscheinend nicht gegen den Nostradamus - Fieberwahn geimpft wurde !

Ich komme nun zum eigentlichen Thema, der astrologischen Vorhersage. Man sollte zunächst grundsätzlich zwei Kategorien von Vorhersagen unterscheiden: die außergewöhnlichen und die gewöhnlichen. Genauer gesagt sind die ersten solche Vorhersagen, die eine größere Anerkennung verdienen, da sie in einer historisch weiteren Perspektive ein Ereignis vorhersagen, das  als historische Erscheinung ein gewisses Ausmaß besitzt, d.h. eine Vorhersage aufgrund einer großen Planetenkonjunktion, die von wichtigen, weltbewegenden Ereignissen begleitet waren; also was man aus den großen Konfigurationen, die entscheidende Wendepunkt im Weltgeschehen begleitet haben, ablesen kann. Und dann die anderen, von verschiedenster Natur und unterschiedlichem Gewicht, die aber keinesfalls als unerheblich betrachtet werden sollten.

 

Historischer Überblick

Wenden wir uns sogleich den Hauptfigurationen zu, von denen für die Astrologie eine Art sich rechtfertigende Mission ausgeht, dessen Botschaft hier klar und deutlich ertönen soll. Auf diese Weise wird man der anspruchsvollen Aufgabe gerecht,  die rechte Distanz zur fernen, noch dunklen und unbekannten  Zukunft zu halten, um eine sich wahrhaft großartig ankündigenden Zukunft zu schauen, entgegenzutreten und zu empfangen.

Um sich das enorme Risiko des Unternehmens vor Augen zu halten, möchten wir zunächst einige große Misserfolge erwähnen, die sich in der Vergangenheit ereigneten: Da sind z.B. die hellseherischen Phantasien eines  Réjouissances astrologiques ( s. mein Kommentar auf meiner Hompage ) und dann die wie ein Wasserfall einstürzenden Vorhersagen der Zeitschrift Les cahiers astrologiques , so Nr.20 ( März – April 1949 ), die folgende Voraussage vom Jahr 1939 wider gibt: << Ich sehe in den jetzigen Ereignissen den Beginn eine völlige Auflösung Europas . Dies wird durch eine langsame bolschewistische Einflussnahme geschehen, die sich sprunghaft bis zum Ende des Jahrhunderts vollziehen wird. Dies erklärt und begründet auch die Prophetie des Nostradamus bezüglich einer Invasion der Gelben [ die Chinesen] und der Zerstörung Paris.>> ( Gabriel Trarieux d’Egmont ); dann weiter Heft Nr.125 ( November – Dezember 1966 ) : << ...es wird zwischen 1965 und 1968 kein Weltkrieg stattfinden und auch nicht während der nächsten Krise 1981-1984. Aber dann wird es zu zahlreichen Konflikten kommen, die am Ende des Jahrhunderts in einem großen Krieg enden werden, mit aller Wahrscheinlichkeit einem Atomkrieg.>> ( Pascal Mauger ). Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen, wie Sie sehen, ein ganzer Wald von trockenen Lorbeerkränzen !

Aber es sind nicht nur die Astrologen, die sich hinsichtlich der unbekannten Zukunft täuschen; in allen Sphären des Wissens findet man Irrläufer: So wurde die Maginot – Linie, die bis in die Ardennen reicht, vom Feldmarschall Pétain mit imposanten Worten beschrieben: << Der Ardennen – Wald ist uneinnehmbar; sollten die Deutschen so unvorsichtig sein in ihn eindringen zu wollen, werden wir sie am Ausgang in die Zange nehmen. >>

In den 70er Jahren, noch in vollem Wirtschaftsboom, waren sich die Wirtschaftsexperten sicher, nun alle Markt- und Finanzmechanismen voll im Griff zu haben und gegen alle Krisen gefeit zu sein. Nicht weniger sicher waren sich die Mediziner, die fest behaupteten dass die Welt von keiner Pandemien mehr heimgesucht werden würde. In allen menschlichen Lebensbereichen irrt man also, wenn man versucht, die Zukunft auszumalen. Auch wenn diese Suche die eigentliche Mitgift unserer Kunst ist, die über Mittel verfügt, die andere nicht besitzen, bleiben wir doch wie die anderen den mögen Desillusionen der Zukunft ausgesetzt.

Aus dieser himmlischen Wunderkammer die stummen Planeten zum Sprechen zu bringen, ist aber keine Kleinigkeit. Auch wenn man diese in der Länge und Breite durchläuft wird der Mysterienjäger kaum etwas sichten können, es sei denn, er begibt sich auf den Pfad der bekannten, sich entwickelnden und sich wiederholenden Planetenumläufe. Die Konfiguration erhält durch ihren Verlauf eine Bedeutung, die ihr durch den zyklischen Vorgang verliehen wird. Dies führt uns zum erhabenen Thema des Großen Jahres, einem traditionellen Kleinod der Astrologie. Vor nicht allzu langer Zeit hat ein armer Teufel seine für Selbstmörder typischen Merkurstellung im Horoskop auf die kosmo-geopolitische Szene projektiert und dabei versucht, uns den Boden unter den Füssen zu entziehen, indem er gleich sämtliche Großen Konjunktionen und Planetenzyklen in den Abfalleimer zu werfen gedachte ! Die Dolchstoßlegende feiert fröhliche Urständ’ !

Auf eben diese grundlegenden Arbeitsmaterialien stützt sich die Mundan – Astrologie, die eines der wichtigsten Arbeitsbereiche für die Vorhersage darstellt. Die wertvollen Daten geben uns die Möglichkeit, im stets sich erneuernden Phänomen der synodischen Umlaufzeit die wie auf einer Matrix einprägten Analogien zu beobachten, bei deren Wiederholungen von historischen Ereignissen jeweils eine neue Identität in der Verschiedenheit sichtbar wird. Das ist es, was wir haben und benötigen, sonst nichts. Die Synode, d.h. die Konjunktion von zwei Himmelskörpern, wird uns zum kategorischen Kodex, denn er bedeutet die Erneuerung eines Ereignisses und dessen Verlauf verkörpert die veränderlichen Phasen des jeweiligen Planetenzyklus. Je seltener diese  langanhaltende Synode ist, um so klarer und eindrucksvoller wird er sich gestalten.

Als ich mich diesem Thema der Mundan – Astrologie zuwandte ( es war in den 40 er Jahren ) gab es noch keine 36 riesigen Himmelserscheinungen, die unser Leben durchkreuzten. Es gab gerade mal zwei, mit denen sich die wenigen interessierten Astrologen begnügen mussten. Mein Bruder Armand Barbault erwähnte bereits 1939 in der Zeitschrift Avenir du monde  von der beunruhigenden Konjunktion Uranus – Neptun vom Jahr 1965 und die beiden Belgier Horicks und Michaux  begannen über die noch so weit in der Zukunft liegenden Konjunktion Uranus – Neptun vom Jahr 1992 zu schreiben und zwar, als wäre dann das Ende der Welt erreicht ( s. ihre Abhandlung  Traité pratique d’astrologie mondiale, 1941 ). Dies waren die beiden wichtigsten Elemente, die wir in der Hand hatten, um glaubwürdig mitreden zu können und die es uns erlaubten, ein konkretes Ergebnis historischer Vorhersage vorzulegen !  

 

Die weltweite Krise der Jahre 1965-70

1963 wurde ich vom Verlag Albin Michel aufgefordert, für die folgenden Jahre eine Übersicht mit Vorhersagen zu erstellen; eine willkommene Gelegenheit, die Uranus – Pluto Konjunktion zu analysieren. Das Thema hatte ich bereits in zwei Artikeln der Zeitschrift L’Astrologue behandelt  :  Bilan de la conjonction Uranus – Pluton  ( 2 / 1980 ) und vor allem in  Une mascarade astrologique  ( 1 / 2004 ).Die Hauptaussage betrifft die weltweite Krise von 1965, die auf dem Hintergrund eines katastrophalen Gesamtbildes insbesondere durch den << Verfall der westlichen Welt >> gekennzeichnet ist. Als ein entscheidender Beweis dafür wurde die seit diesem Jahr ständig abfallende Geburtenrate des europäischen Kontinents angegeben.( s. die Statistik Popolation et Sociétés >> Nr.234, April 1989, Paris, INED ). Aus der heutigen Distanz  können wir die dramatischen Konsequenzen dieser Daten nachvollziehen. Eine der langanhaltenden Folgen hat Claude Bébéar  ( Mondialisation: émigration – immigration  ) im Buch von Thierry de Montbrial : La France du nouveau siècle ( PUT, 2002 ) wie folgt beschrieben:

 

<<Es ist eine historische Konstante dass die demographische Entwicklung eines Volkes seine militärische Stärke, seinen wirtschaftlichen Einflussbereich und seine kulturelle Ausstrahlung bedingt.

1700 hatte Frankreich 20 Millionen Einwohner und war damit dichter bevölkert als Russland und das britische Königreich; das was dann die Vereinigten Staaten werden sollte, zählte nur 1 Million Einwohner. Das XVIII. Jahrhundert stand unter der französischen Dominanz. Im Laufe des XIX. Jahrhunderts, bedingt durch einen außergewöhnlich starken Geburtenrückgang , holte das britische Königreich, das seine Bevölkerung verdreifachen konnte, seinen Rückstand gegenüber Frankreich wieder auf. Das XIX. Jahrhundert stand unter der britischen Dominanz. Zu Beginn des XX. Jahrhundert hatte Frankreich 40 Millionen Einwohner, Deutschland 60 Millionen, die Vereinigten Staaten 70 Millionen; aber schon im Jahr 2000 hatten sie 270 Millionen. Das XX. Jahrhundert steht also ganz unter der amerikanischen Dominanz.

 

Und wie sieht es heute aus ? Wie sind die Aussichten ?

 

Zunächst einmal ist ein beachtlicher Alterungsprozeß in der westlichen Welt zu beobachten, besonders in Europa, was mit der „ höhere Lebenserwartung, aber auch mit der sinkenden Geburtenrate „ zusammenhängt.... >>. Und dies angesichts der Dritten Welt, wo im Laufe der Jahre 1950 – 1993 die Zahl der sich im gebärungsfähigen Alter befindlichen Frauen von 400 Millionen auf 1 Milliarde angewachsen ist. Kurz gesagt ist das Fazit, dass wir einen europäischen Kontinent vor uns haben, der altert und dessen Bevölkerung ständig sinkt und gleichzeitig eine Reihe von ungelösten Problemen bezüglich einer bislang unbekannten Immigration zu bewältigen hat. Diese den ganzen Kontinent betreffende Veränderung - das wichtigste Ereignis unserer heutigen Geschichte – nahm seinen Anfang im Jahr 1965, hatte es doch den Anschein, als ob sich alle europäischen Länder heimlich abgesprochen hätten, die Geburtenrate zu senken und meinem La crise mondiale de 1965, der den Verfall der westlichen Welt ankündigte, Genugtuung zu geben.

Parallel zum Geburtenrückgang geht auch die Zahl der Eheschließungen drastisch zurück,  die Zahl der Ehescheidungen steigen hingegen drastisch an, was nicht nur die Verwandtschaftsverhältnis brüchig werden lässt, sondern auch die Jugendlichen in ihrer existentiellen Sicherheit schwächt und das soziale Netz auflöst. Und die wirtschaftlichen Auswirkungen zeigten sich dann auch im Jahr 1980, das Jahr einer Wende bei dem sich der Schwerpunkt der Weltwirtschaftsproduktion von den Ufern des Atlantiks an die des Pazifiks verlagert, nachdem Japan alle westlichen Wirtschaftsmächte in den Jahren 1965- 70 überholt hatte.

 

Gleichermaßen eine historische Relevanz sollte dann auch das erhalten, was als „ zweite industrielle Revolution „ bezeichnet wurde und astrologisch unter der Uranus – Pluto Konjunktion stattfand; dabei sei erinnert dass sich die erste industrielle Revolution des 19.Jahrhunderts  unter der im Jahr 1821 ereignenden Uranus – Neptun Konjunktion abspielte. Damals sprach ich mit Nachdruck von der Möglichkeit, dass eine Weltraumspedition zur Eroberung des Weltraumes  führen könnte: << Aber es scheint dass die durch die Planeten Jupiter, Uranus und Pluto gebildete dreifache Konjunktion uns dann wirklich und wahrhaftig in die Ära eines großen kosmischen Abenteuers führen wird , nämlich in den Jahren 1968 und 1969. Wann wird es zur ersten Mondlandung eines Menschen kommen ? ...>> Ich wiederholte diese Voraussage im Jahr 1967 in meinem : Les Astres et l’Histoire : << ...Es ist alles andere als unwahrscheinlich, dass wir einem ersten großartigen Ereignis der Himmelseroberung durch den Menschen beiwohnen werden – eine Landung auf dem Mond  - im Verlauf der dreifachen Konjunktion Jupiter – Uranus – Pluto in den Jahren 1968-1969. >> Mehr hätte ich nicht verlangen können : genau am Tag der Konjunktion Jupiter – Uranus, am 20.Juli 1969, setzte Neil Armstrong seinen Fuß auf die Mondoberfläche, unseres Satelliten, nun vom Menschen besucht und der sich an diesem Tag zur dreifachen Konjunktion gesellte. Ein reiner Glücksfall ! Ich kann nicht umhin noch hinzuzufügen : Zu dem damaligen Zeitpunkt als die Voraussage ganz naiv vorgetragen wurde, hätte niemand von den bedeutenden Astrophysikern  je an eine so schnelle Realisierbarkeit des Unternehmens geglaubt, das sogar von einem bekannten Experten noch als unmöglich erklärt worden war. Schwerlich kann man leugnen, dass diese großartige Heldentat des menschlichen Genius, die bis heute einzigartig geblieben ist, die Anerkennung einer echten Vorhersage erhalten hätte.

 

Zugegeben, meine Kenntnisse im Bereich der Technologien waren damals noch dürftig und ich war nicht in der Lage, das < große Prometheus’sche Abenteuer > genauer zu beschreiben: << Parallel zur Eroberung des Weltraumes können wir einen weiteren gewaltigen Sprung nach vorn im Bereich der wissenschaftlichen Entdeckungen, der technischen Entwicklungen und eine Erneuerung des Wissens erwarten. >> Es würde sich dabei um die elektronische Revolution handeln, die Einführung der Informatik, die unsere moderne Gesellschaft vollkommen erneuert hat. Ich war etwas genauer : << Es ist aber wahr dass auch in diesem Bereich die Konjunktion der kommenden Jahre nur ein erstes Startzeichen ist und wir das Sextil der Jahre 1990-1995 abwarten müssen, um den eigentlichen Beginn dieser neuen Ära feststellen zu können.>> Tatsächlich zeichnete sich die Tragweite dieser historischen Veränderung ab, als diese Konjunktion sich bei der Konjunktion Uranus – Neptun festgesetzt hatte : Siehe die Verbreitung des Computers und seine erstaunliche Anwendung im Internet.

 

Erstmals habe ich die Verknüpfung der beiden großen Konjunktionen dieses Jahrhunderts in Erinnerung gerufen. Dem wurde außerdem der folgende Text einschließlich einer Tabelle der Interferenzen beigelegt ( s. weiter unten ) : << Man wird den Wert und die Bedingtheit des folgenden Schrittes besser verstehen, wenn man ihn in ein weitgefassteres Umfeld stellt, d.h. wenn man die Konstellation in ein Feld der Interferenzen setzt. Diesbezüglich sei festgestellt dass die Uranus - Pluto Konjunktion die erste Etappe auf seinem Durchgang durch das Feld des großen Neptun – Pluto Zyklus hat, während die zweite entsprechende Etappe der Konjunktion Uranus  - Neptun entspricht, die in der gleichen Zeit, nämlich um 1992 im Sextil Uranus – Pluto stattfinden wird. Die zuvor besprochene Konstellation von 1965-66 stellt also nur einen ersten Abschnitt eines in zwei Zeitabschnitte geteilten Zeitraums dar, dessen zweiter Abschnitt eben am Ende des Jahrhunderts fallen wird. So wird ein ganzes Jahrhundert zur Verfügung stehen, in der die Welt eine neuartige Gesellschaft aufbauen kann, eine neue Zivilisation.>> Mit dem nun zu Hause installierten Computer erreicht die Globalisierung ihren Höhepunkt.

 

Um das Gleichgewicht zu wahren angesichts einiger gelungenen Vorhersagen und auch um mich nicht mit falschen Lorbeeren schmücken zu wollen, muss ich nun auch von meinen Fehlschlägen berichten. Hier gleich der erste – ein wahres Monstrum – der die allgemeinen Betrachtungen meines Werkes von 1963 beeinträchtigte; und zwar habe ich darin die Saturn – Uranus Opposition leichtfertig überbewertet, auch wenn der Titel des Kapitels -  U.S.A.: grandeur et décadence  - gerechtfertigt bleibt. 1965 hatte sich dieses Land in einen sieben Jahre lang dauernden Krieg in Indochina verwickelt, einen Krieg, den es zum ersten Mal in seiner Geschichte, verlieren sollte. ( s. die Atmosphäre dieser Konstellation in meinem  Le cycle Saturne – Uranus  auf meiner Homepage ). Meine Schlussfolgerungen waren maßlos übertrieben: << ... die USA., an der Spitze der Welt aufgrund ihres Reichtums, ihrer Macht und ihres Prestiges, sind dabei, das Ruder an die UDSSR abzugeben, die bald die stärkste Weltmacht sein wird.>>  Da bei der letzten Opposition von 1918-20 die amerikanische Wirtschaft durch die europäische überholt wurde, hielt ich es für wahrscheinlich dass sich diesmal die Waagschale zugunsten der sowjetischen Seite neigen würde und diese zur ersten Weltmacht gekürt werde. Mein Text genügt, um es an Kritik nicht fehlen zu lassen, ich glaube, dem braucht nichts hinzugefügt zu werden. Dieser Fall zeigt, dass sich innerhalb einer Revolution die lineare Denkweise fortsetzt und einer Dialektik widerstrebt., denn um eine Wende von historischen Ausmaßen anzeigen zu können, hätten wohl eine Reihe von besonderen Konstellationen zusammen auftreten müssen, besonders dann, wenn das Ergebnis genau das Gegenteil  bestätigt. Außerdem darf man sich nicht von dem blenden lassen, was damals als politisches Klima vorherrschte und natürlich auch mich in Bann riss... Ein armer Schwachkopf hat daraufhin behauptet, ich würde kommunistische Propaganda betreiben ! Als wäre nicht offensichtlich dass ich nur einer Gottheit ergeben bin, nämlich  der Urania , der ich mich bediene, um meine Vorhersagen zu machen. Beweis dafür ist dass ich meinen Fehler eingesehen habe und dann versucht habe , die Vorhersage zur Opposition Saturn – Neptun vom Jahr 1971-72 neu zu formulieren ( s. L’Astrologue  Nr.147 : Le cycle Saturne – Neptune ), weiterhin vom andauernden Verfall der UDSSR am Ende des Zyklus sprach und dies auch in meinem Aufsatz Histoire d’une prévision ( s. L’ Astrologue,  Nr.89 ) auslegte. Dazu gehörte schon ordentlich Mut und tatsächlich glaubte dann auch niemand an meine folgende Vorhersage: den Fall der Berliner Mauer. Und seine Konsequenzen , haben sie nicht die ganze Welt überrascht ?

Auch wenn dies nichts daran ändert, auf meinem astrologischen Strafregister eine Leiche verbuchen zu müssen.

 

Um der Wahrheit keinen Abbruch zu tun, muss ich gestehen, noch etwas auf dem Kerbholz zu haben, wenn auch nichts so schlimmes wie das Sowjet-Phantom. Wer alle meine veröffentlichten Texte durchgesehen hat , wird weitere Reinfälle bemerken: z.B. war ich überzeugt dass während der Uranus – Pluto Konjunktion eine neue Energiequelle gefunden würde, die in der Lage gewesen wäre, das Erdöl und die Elektrizität zu ersetzen , also eine zweite industrielle Revolution eingeleitet hätte, was aber dann gar nicht nötig war, um eine solche herbeizuführen. Weiter habe ich geglaubt, dass der Mensch am Ende des Jahrhunderts auf dem Mars landen werde ( oder zumindest viel freier im Weltraum reisen könne ), ich habe also den kosmonautischen Bezug auf die Hinweise der großen Konjunktionen am Ende des Jahrhunderts angewandt, während dann die Entwicklung des Internets und des Mobiltelefons diese Kommunikation in der gesamten Welt in Bild und Ton möglich machte. Haarscharf am Ziel vorbei geschossen, sozusagen, denn der gleiche symbolische Gehalt hat dem Grundthema letztlich entsprochen. Diese Art Fehler, also ein Fehler der Zuordnung, der dann auf Abwege führt, stellt das größte Risiko dar, wenn man Vorhersagen macht und eben keine wahrsagerischen Fähigkeiten besitzt.

 

Ohne auftrumpfen zu wollen, sei hier eine weitere gelungene Vorhersage einer historischen Tatsache erwähnt : 5 Jahren im voraus habe ich die weitreichende Krise der beiden Jahre 1968 und 1969 angekündigt. Bei der vorhergehenden Konjunktion der drei langsamen Planeten , in den Jahren 1940-1941, geschah dies mitten im Zweiten Weltkrieg. Das Zusammentreffen der Planeten Jupiter – Uranus – Pluto durfte nicht ignoriert und als Signal einer historischen Wende interpretiert werden.

 

Ich zitiere hier nochmals aus der Textpassage von 1963 : << Der gesamte Zeitraum von 1965 bis 1972 erscheint aus astrologischer Sicht als eine neue, kritische Etappe in der Weltgeschichte. Diese Krise wird sich im Herbst 1965 bemerkbar machen und sofort als Beginn eines radikalen Erneuerungsprozesses unserer Gesellschaft angesehen werden, dessen volle Auswirkungen dann in den Jahren 1968 und 1969 zu spüren sind ...>> Die Ankündigung einer  <<... neuen, revolutionären Epoche >> ....  << einer Welt, die den noch in der Materie und in den Seelen explosiven Kräften ausgesetzt sein wird >>  ...  <<höchster Spannungspunkt des Verfalls der westlichen Welt >> .

1968 bricht dann eine tiefe Krisensituation aus, die sich auf die gesamte Weltbevölkerung ausdehnt. Nachdem die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des kommunistischen Lagers endgültig begraben werden mussten – nach dem Prager Frühling folgte der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei – verliert die UDSSR an Prestige, ein tiefgreifender Bruch entsteht und das zugunsten des Ansehens der maoistischen Ideologe, hinter der sich aber der schwarze Vorhang der Anarchie auftut. Parallel dazu entflammt eine allgemeine Studentenrevolte, die Jugend der ganzen Welt lehnt sich gegen die „ Konsumgesellschaft „ auf, beschmiert mit ihren Graffitis Häuserwände und stiftet Unruhe. Hierbei handelt es sich um eine Deklassifizierung des politischen Systems, das sich den neuen Spielregeln der „ Linken“  öffnet, dem unschuldigen Zustand der aktivistischen Minderheiten und den Zellen der protestierenden Störenfriede. Als Begleiterscheinung vollzieht sich eine Umkehrung der Sitten : eine weitreichende Veränderung der Mentalität, die völlige Auflösung der bislang geltenden Regeln und jahrhundertealten Tabus. Das Schicksal der Frau wird völlig neu definiert, dank der Anti-Baby-Pille und dann der rechtlich erlaubten Abtreibung. Die Kehrseite der Medaille ist das maßlose Ausleben der Instinkte, ein unkontrollierter Drogenkonsum in der Gesellschaft und der daraus folgenden weiteren Katastrophen: Korruption, Prostitution, Kriminalität, Terrorismus... In eine ähnliche Buchführung gehören auch dass die Welt, wie von einem Alptraum geschüttelt, bemerkt welche verheerende Bilanz die enormen Ausmaße der Umweltverschmutzung anzunehmen beginnt ; als gesunde Gegenbewegung dazu entsteht die Umweltschutzbewegung. Eine neue Welt nimmt ihren Anfang.

Diese verbindlichen Vorhersagen auf höchstem Niveau, die ich bereits Mitte des vorherigen Jahrhunderts niederschrieb, beruhen auf der Fokalisierung der  bedeutenden Konjunktion von 1965 und 1993, die dann durch den Beitrag des Paares Jupiter- Saturn verstärkt werden.

In meinem Buch La crise mondiale de 1965 hatte ich dieses Thema im allgemeinen schon angeschnitten, indem ich eine Tabelle der Großen Konjunktionen von 1900 bis 1971 beifügte ( s.a. Une mascarade astrologique) , deren einfache Aufeinanderfolge, wenn auch in zeitlich ungleichen Abschnitten, in sich schon bezeichnend ist : In den 14 Jahren von 1900 bis 1913 haben wir nur 4 Konjunktionen, die sich in 2 Gruppen aufteilen lassen. Dann, von 1914 bis 1921 haben wir plötzlich 6, von denen 4 sich während der 5 Jahren des Ersten Weltkrieges befinden. Danach folgt eine Leere- oder fast- denn in den darauffolgenden Jahren von 1922 bis 1939, haben wir nur 3 vereinzelte Konjunktionen. Nun folgt erneut eine Konzentration von 5 Konjunktionen in den 6 Jahren des Zweiten Weltkrieges, also zwischen 1940 und 1945. Dann wieder ein nur spärliches Auftreten von Konjunktionen: man sieht tatsächlich nur 6 vereinzelte Konjunktionen während der 19 Jahren von 1946 bis 1964. Nun kommen wir zu einer dichten Etappe in der sich 4 Konjunktionen zwischen 1965 und 1971 ereignen; darauf folgt , in den 9 Jahren zwischen 1972 und 1980 eine völlig ruhige Zeit. Dieser kurze Überblick zeigt, dass allein in den 14 Jahren der beiden Weltkriege und der folgenden Friedensverhandlungen fast die Hälfte aller Konjunktionen ( 11 ) stattfinden, während die anderen 13 auf über 50 Jahre verteilt sind ! >> Zusammenfassend kann man feststellen dass die höchsten Konfigurationen eintreten, wenn die Geschichte in Bewegung ist und die Welt in einem Erneuerungsprozess ihrer Gemeinschaften steht.

 

 Ohne dass ich mir dessen sofort bewusst war, befand ich mich schon auf der Spur des traditionsreichen Themas des < Grossen Jahres >, Kleinod der beiden Super – Konjunktionen, zu der sich dann noch die gewöhnliche Große Konjunktion gesellt, deren Erweiterungseffekt zum Phänomen der zyklischen planetarischen Revolutionen werden sollte – was eben das Ganze  darstellt – und dann zur Formulierung des zyklischen Indexes führte. Erstmals veröffentlicht im Heft Nr.28 des L’Astrologue ( 4.Quartal 1974  unter dem Titel: La loi fondamentale de l’astrologie mondiale  ) mit der ersten ( heliozentrischen ) Anwendung vom 1. Januar 1975 ( 980° ) einschließlich seinem Verlauf durch das XX. Jahrhundert. Der Index der Planetenkonzentration von Henri Gouchon behält seinen Wert in der praktischen Anwendung, die sich auf die Betrachtung des Tierkreises mit seinen fünf langsamen Planeten ( von Saturn bis Jupiter im Jahr 1975 ) beschränkt, was zu einer Verzeichnung der unterschiedlichen Eckmaße führte, bei Berücksichtigung der Variationen, die sich aus dem Ausweiten bzw. Zusammenziehung der zehn großen Planetenzyklen ergibt, d.h. aus der Oszillation des Sonnensystems mit einer Konstellation, die den Eckstand darstellt.

 

In der Tat habe ich mich an den Gouchon – Index gehalten, als ich das Phänomen von 1967 untersuchte ( s. Les Astres et l’ Histoire ; Barbault/ Pauvert ) und auf der Umschlagseite mit dem Untertitel Perspectives mondiales jusqu’à l’an 2000  versah.

Das Auf – und Ab der Fluktuationskurve gibt das konjunkturelle Klima wider : ein Fall in den Jahren 1967 bis 1970, mit der entsprechenden, schon besprochenen Krise; ein Aufstieg zwischen 1971 und 1975. Dann ein wahrer Absturz – der größte Fall des Jahrhunderts  - zwischen 1975 und 1980, mit einem kurzen Stillstand  zwischen 1981 und 1984 – dem Extrempunkt des Tiefstandes, der jemals in diesem Jahrhundert erreicht wurde – eine extreme Phase, die dann noch einmal 1990 von einem letzten Tiefpunkt gefolgt wird.

 

  

Das Krisenjahr 1975

Der vielgepriesene Wirtschaftsboom, der den westlichen Ländern einen Aufschwung und einen vorher niemals erreichten Lebensstandard beschert, kann ungefähr auf die Jahre 1945-74 festgelegt werden. Also gar nicht schlecht meine mit 8 Jahren im voraus angekündigte Vorhersage einer weltweiten Verbesserung der Weltkonjunktur ( s. Les Astres et l’Histoire ) :

 

<< Es ist erlaubt , das Auftreten eines fortschreitenden Wirtschaftswachstum in Frankreich mindestens bis zum Jahr 1985 als nicht absurd einzustufen.>>  Mit diesen Worten äußerte sich 1964 die  < Gruppe 1985 >  unter dem Vorsitz von Pierre Guillaumat und unter der Teilnahme von Paul Delouvrier, Bertrand de Jouvenel, Jacques Delors, Raymond Aron etc. in ihrer Prognose. Der Erölschock von 1973 schien überwunden und schon als kleiner Zwischenfall abgebucht zu sein und die VII. Wirtschaftsprognose für die Jahre 1976-80 sah eine gute Wachstumsrate voraus, sodass  auch die Ankündigungen des Futurologen Hermann Kahn von optimistischen Wachstumskurven in seiner korpulenten Gestalt gleichsam einen symbolhaften Charakter annahmen.

 

Nichts schien auf das hinzudeuten, was ich dann im Heft Nr.27 des l’Astrologue ( 3.Quartal 1974 ) als akute Weltkrise , << eine Krise der Weltwirtschaft – dem Motor der Geschichte - >>  beschrieb: << Eine Parallele zur Krise von 1929-31 kann nicht ausgeschlossen werden, sie ergibt sich aus der ähnlichen Wirtschaftslage wie der heutigen: steigende Inflationsrate, Verlangsamung oder Stillstand des internationalen Handels, Rezension, Arbeitslosigkeit, Ende der Expansion, Verringerung oder Stillstand der Produktion wie auch des Lebensstandards, eine Umkehrung von den fetten zu den mageren Jahren.>> Im Jahr fiel das Bruttosozialprodukt abrupt auf 0,2% ; dies waren die ersten Anzeichen von dem Abgrund, der sich für die Gesellschaften der Welt aufriss : die Zahl der arbeitslosen Bevölkerung stieg laut O.C.S.E. um 31 Millionen, bei gleichzeitiger enormer Verschuldung der Länder der Dritten Welt und der Gefahr eines weltweiten Cracks und das auf dem Hintergrund einer tiefen Depression besonders der ärmeren Schichten.

 

Die dramatischen Jahre 1980-84

Was damals trotz alle dem am meisten beeindruckte, war die Ankündigung der << Krisenjahre 1981 bis 1984 >>, mit der Präsenz von 5 Konjunktionen in nur 4 Jahren. Bei genauer Betrachtung des Gouchon – Indexes und des zyklischen Indexes schien die Kurve von 1981-1984 verglichen mit den beiden vorherigen von 1914-18 und 1940-44 weniger eindeutig. Was aber als erster Eindruck dann noch stärker beunruhigte. Man befand sich gleichsam vor einem Abgrund. So beschloss ich, im Heft Nr.28 des L’Astrologue ( 4.Quartal 1974 ) folgende riskante Vorhersage zu veröffentlichen: << Sollte ein Dritter Weltkrieg bis zum Jahr 2000 ausbrechen, dann ist es wahrscheinlich dass sich dieser in den Jahren 1981-84 abspielen wird, wobei die Jahre 1982 und 1983 die kritischsten des Jahrhunderts sein werden.>> Aber ich räumte gleich ein: << Nichts erlaut es, dies gleichsam als eine dritte Wiederholung der internationalen Kriegstätigkeit anzusehen. Man kann lediglich sagen dass bei der Präsenz von 3 Konjunktionen diese Krise wahrscheinlich sehr dramatische Konturen annehmen wird. 1914-18 hatte sich ein Bild der universellen Not mit 9 Millionen Kriegsgefallenen, einer hohen Zahl von Zivilopfern, Massakern, Hunger und Seuchen – allein die spanische Grippe verursachte den Tod von mehreren Millionen Menschen – aufgetan. 1939-45 zeichnete sich erneut eine planetarische Tragödie ab, mit dem Tod von 35 Millionen Menschen ( 17 Millionen Soldaten und 18 Millionen Zivilisten ), die Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der Polen, der Russen, die Folterungen, die Hungersnot...  1981-84 könnten nochmals Jahre werden, in denen ein Schandfleck das Jahrhundert schwärzen wird, der den Tod über das Leben triumphieren lassen wird, wie auch immer er sich gestalten wird. >>

 

Die Liste meiner tragischen Vorhersagen musste dann 1978 im L’Almanach Charcornac um folgenden Text ergänzt werden: << Die neue Weltkrise >> und bezüglich des „ wenn „ ( d.h. wenn ein neuer Weltkrieg ausbrechen würde ): << Es ist sicherlich nur ein „wenn“  , obgleich in diesem Zeitabschnitt eine fast sichere Vorhersage einer kriegerischen oder revolutionären Aufruhrs in der Welt festgestellt kann. Aber die erwartete Krisensituation kann auch andere Konturen annehmen: statt einer Epidemie ein barbarischer Überfall, eine durch die demographische Explosion provozierte Hungersnot, eine Klimakatastrophe, ein ökologisches Ungleichgewicht, eine technologische Krise ...>>

 

Ich hielt es für notwendig, auf diesen Text zurück zu kommen ( was weder ein ja-nein-aber bedeuten soll, was einem uranianischen Charakter schlicht widersprechen würde ), um meine Vorhersage bezüglich der gefürchteten kritischen Wende in den 80er Jahren zu beurteilen. Einige nette französischen Kollegen haben zu verstehen gegeben, ich hätte öffentlich den Dritten Weltkrieg angekündigt , so als hätte ich mich nicht rigoros an eine Formulierung gehalten, die letztlich im Rahmen einer Wahrscheinlichkeit ausgesprochen wurde.

 

Zunächst einmal die Bedrohung durch einen neuen Krieg: die Ankündigung, das in den 25 Jahren ( von 1974-2000 eine äußerst große Gefahr eines Weltkrieges besteht, der wahrscheinlich in den Jahren 1982/ 83 stattfinden wird, bedeutet eine mit 8 Jahren im voraus und mit großer Richtigkeit formulierte Vorhersage ! Nichts ist offensichtlicher und klarer !Und hier seien noch einmal an die wichtigsten Ereignisse dieser Zeit erinnert:

Da sind zunächst die Kriegshandlungen und revolutionären Unruhen, die ich  bereits im  Le cycle Jupiter-Uranus  aufreihte: die Kriege zwischen Iran und Irak ( 1980-88 ), der Kriegszustand in Polen ( 1981 ), der Krieg um die Falklandinseln zwischen Großbritannien und Argentinien ( 1982 ), der Angriff Israels auf den Libanon ( 1982 ). Dann folgte 1983 eine Zuspitzung der Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion, gefolgt von einem amerikanischen Eingriff im Nahen Osten ( Flugzeugträger, Hubschrauberträger, Panzerdivisionen... kamen zum Einsatz ), dann ein Terroranschlag mit 239 getöteten Marinesoldaten, von einem amerikanischen Gegenschlag gefolgt. Im Persischen Golf herrschte Krieg : dort lag eine 30 Einheiten starke amerikanische Flotteneinheit und flog Angriffe. Im Jahr 1984 wurden von Seiten Irans und Iraks nicht weniger als 44 Erdölfrachter versenkt. Um nicht die vielen anderen Konflikte in Südamerika zu vergessen, nämlich in Nicaragua, Salvador, Guatemala, Grenada...

 

Aber dennoch, wenn wir die verschiedenen Kriegsschauplätze genauer betrachten, liegt der eigentliche Gefahrenpunkt im Konflikt USA – UDSSR; 1983 war das letzte risikoreiche Jahr.

Und wir können nur sagen, dass wir noch einmal davon gekommen sind. Der amerikanische Präsident Ronald Reagan rief dann zum „Krieg der Sterne„ auf. Das Spitzentreffen von USA, Europa und Japan in Williamburg führte zur Verbreitung von Raketen auf europäischem Boden im Westen als Antwort auf die Stationierung von Raketen mit Atomköpfen im Osten, bei gleichzeitiger Verstärkung der Zahl neuer taktischer Raketen in der DDR, der Tschechoslowakei  und des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen in Genf. Wir standen kurz vor dem Ausbruch eines atomaren Konfliktes, fast wir bei der Kuba - Krise 1962. Die nun freigegebenen Archive der ehemaligen Sowjetunion bestätigen die äußerste Gefahr, die damals bestand. Der Entspannungsprozess zwischen Ost und West begann sich im Jahr 1985 abzuzeichnen. Nun, entsprach meine so formulierte Vorhersage von damals nicht der Wirklichkeit ? Es ist  gut, den historischen Abstand zu den Geschehnissen zu haben, der es dann erlaubt, die Dinge beurteilen zu können.

Da also keine militärische Tragödie stattfand, mussten ähnlich dramatische Ereignisse auftauchen, um den sog. << dritten Schandfleck des Jahrhunderts, der den Tod über das Leben triumphieren lässt >> zu rechtfertigen. Wie ich bereits erklärte, war unter den verschiedenen, wahrscheinlichen Ereignissen auch die eines Fehlens von Epidemien: diese Formulierung entsprach genau der vorurteilsvollen Erklärung der offiziellen Medizin dass es in Zukunft keine Epidemien mehr geben würde und man klugerweise darauf verzichten sollte, diese Eventualität in Betracht zu ziehen. Aber dann sollte sich unverhofft eine solche ergeben : im Jahr 1983 wurde der Virus HIV entdeckt, der seit Jahren seine verheerenden Auswirkungen gezeigt hatte; es schien, als ob er die ganze Welt ergreifen könne. Im Jahr 2004 waren 45 Millionen Menschen infiziert und die Ansteckung durch Aids verzeichnete 5 Millionen neue Infizierte jedes Jahr ! Und wir sind noch nicht aus dem Tunnel... In meinem Artikel im Heft Nr.28 des L’Astrologue hielt ich die Gefahr einer Epidemie als die wahrscheinlichste, denn ich habe die gleiche Verheerung unter ähnlichern Planetenkonzentrationen in der Vergangenheit beobachtet: 1347 die Schwarze Pest, 1485 den sog. Englischen Schweiß, 1493 die Syphilis, gefolgt von den Verwüstungen der Pocken, die durch die Europäer auf den neuen Kontinent gebracht worden waren. Waren letztendlich meine makaberen Ankündigungen nicht berechtigt ?

 

Es ist natürlich wahr dass ich an anderer Stelle sagte << bei Fehlen von >> oder << barbarische Invasion >>, denn im l’Almanach Charcornac  veröffentlichten Text signalisierte ich dass eine gleiche Planetenkonzentration bei verschiedenen Invasionen zu verzeichnen gewesen waren, ähnlich den Bewegungen in den folgenden Geschichtsepochen , was immer das Ende und den Neuanfang von Gesellschaften bedeutet hatte. Im „zivilisierten“ XX. Jahrhundert konnte es so etwas nicht mehr geben. Trotzdem hätte aus unserer Konstellation eine europäische Immigration ( also keine barbarische), die aber sehr wohl seit der 80er Jahre im Gange war , ersichtlich werden können. Ohne dabei den Höhepunkt der Wirtschaftskrise von 1980 bis 1983 zu vergessen.

 

So war ich denn geneigt, allmählich die große Konzentration der Planeten in Betracht zu ziehen, die dann das Große Jahr aufdecken half, in Form einer unzähligen Kette von mini - Großen Jahren , die sich über 5 Jahrhunderte erstreckte; das Einzelglied dieser Kette, das ich in der gleichen Veröffentlichung besonders untersuchte war folgendes:

 

 

Der Chronist einer bekannten Zeitschrift für Astrologie, ein Kollege, dem es gefällt, mich mit ziemlicher Regelmäßigkeit „ um Rat zu fragen „ ( warum auch nicht, einer seiner kritischen Äußerungen hat mir einmal geholfen ), hatte 1979 eine Besprechung meiner Arbeit  La crise de 1982-83  mit den bekannten << bei Fehlen einer Epidemie >>  und  << wenn >> veröffentlicht. Der Text endete mit einer optimistischen Anspielung auf den Aufbau Europas: << Sollte dieser Wille nicht abschwächen, wird niemand das große planetarische Ungleichgewicht der Jahre 1982-83 vermissen.>>

 

Verfallsdatum des Kommunismus: 1989

 

Zweifellos war die Vorhersage des offensichtlichen Niedergangs des Kommunismus und der UDSSR im Jahr 1989 für mich die Erfahrung überhaupt und deshalb habe ich sie in den folgenden drei Jahrzehnten vielfach und auf verschiedene Weise wiederholt. Ich habe mich bis zu letzt in dieser Geschichte engagiert. Die wichtigsten Etappen dieses Abenteuers habe ich dann in l’Histoire d’une prévision  zusammengefasst, auf die ich den Leser verweise.

Kehren wir noch einmal zur Ausgangssituation zurück, die nun ein halbes Jahrhundert zurückliegt, um das noch nicht offizielle zu erfassen. 1952 lud mich eine Provinzzeitung – L’Yonne républicaine – dazu ein, einige Bemerkungen und eine Vorhersage für das Jahr 1953 zu machen. Ich hätte diese Gelegenheit genutzt, um das Ende des großen planetarischen Zyklus ( Saturn und Neptun )zu analysieren, der an den Kommunismus im allgemeinen und an die Sowjetunion im besonderen gebunden ist. Das Auslaufen dieses Zyklus sollte als ein Ende verstanden werden, dem ein Neuanfang folgen sollte. Und so verkündigte ich dann << eine Ablösung an der Kremlspitze >>.Zur allgemeinen Überraschung starb Stalin am 5.März 1953, obwohl sein Gesundheitszustand als gut angesehen worden war und auch sein Alter nichts schlimmes vermuten ließ. Ohne jeglichen Zweifel entsprach dies genau der Vorhersage einer bedeutenden historischen Wende und dieser Erfolg sollte ein Ansporn der Vorhersagen bedeuten und den Wert einer Prognose stärken.

Das war die richtige Ausgangsposition, um mich in ein riesiges Abenteuer zu stürzen: ausgehend von der Tatsache dass der Beginn des Zyklus der Vorhersage entsprochen hatte, wollte ich jetzt direkt sein Ende ansteuern. So warf ich mich kopfüber in eine kolossale Prognose - denn sie bedeutete einen enormen Sprung in die zukünftige Geschichte – und widmete dem Abschlusspunkt des Zyklus meine ganze Aufmerksamkeit. Ich formulierte dies dann in folgenden lakonischen Bemerkungen( s. Défense et illustration de l’astrologie, Grasset, 1955 ) : << Während der Konjunktion 1952-53 starb Stalin und in der UDSSR beginnt eine tiefgreifende Metamorphose; sie beginnt einen neuen Zyklus, der sie zum eigentlichen Verfallsdatum, dem Jahr 1989, führen wird.>> Tatsächlich, 36 Jahre später, befanden sich dieselben Planeten wieder vereint, nochmals am Ende ihres Zyklus, solch ein Rücklauf war schindelerregend, war doch ein solcher Gedankenflug in jener Zeit im astrologischen Milieu völlig neu.

 

Trotzdem gab es noch reichlich zu tun: musste doch diese Vorahnung bis zu Ende ausgedacht werden , um zu wissen, ob dieses rendez-vous mit der Geschichte vor dem Richtstuhl der Zeit , der über die Konjunktion Saturn- Neptun richten sollte, Stand halten würde oder nicht : irgendetwas von enormer Bedeutung für das Schicksal des Kommunismus sollte sich bei Ablauf der Frist ereignen; denn in der Absicht der Vorhersage lag diesmal eine klarumrissene Auswahl. D.h. in diesem Fall keine Vertreter , kein Austausch von symbolischen Zeichen wie im Jahr 1983: ganz eindeutig war die kommunistische Welt gemeint, die Sowjetunion stand im Scheinwerferlicht, eine endgültige Bilanz sollte über sie gezogen werden !

Dies stellte das kühne Wagnis dar, das ich eingehen wollte, um die Wahrheit herauszufinden. Um genau zu wissen, was denn im so fernen Jahr 1989 passieren würde, gab es überhaupt keine Anhaltspunkte. Aber dieses große Unbekannte machte keine Angst, wichtig war nur dass eine neue Seite im Geschichtsbuch geschrieben würde, die eine Wende bedeuten müsste – die Radikalität von Tod und Wiedergeburt bzw. Wiedergeburt und Tod des Ende des Zyklus – dies allein genügte, um der Vorhersage die richtige Dimension zu verleihen.

 

Was nun den konkreten Inhalt des historischen Verlaufs betrifft, müssen die Meinungen unweigerlich auseinandergehen, auch in den verschiedenen Zeitabschnitten. Wie bekannt habe ich selbst angefangen zu glauben dass das Jahr 1989 den Sieg des Kommunismus über den Kapitalismus ankündigen würde, worauf ich jetzt lieber nicht mehr eingehen möchte. Aber welcher Forscher begeht keine Fehler ? Und was bei der Entwicklung einer Erkenntnis immer ausschlaggebend bleibt, ist seine Fehler zu korrigieren; und  habe ich das nicht getan ? Nachdem ich 1980 die Perspektive eines Verschwindens des Sowjetregimes eröffnet hatte, enthielt meine letzte Vorhersage für die Zeitspanne zwischen September 1989 und Juli 1990 folgendes: << eine Zeit mit dem Erscheinen von revolutionären Bewegungen bis hin zu einer wahren Explosion, was dann zu Volksaufrühren, Massenprotesten auf der Strasse mit dem Risiko eines Machtsturzes verbunden ist. Denkbar sind aufsehenerregende Ereignisse gerade in solchen Ländern wie Rumänien und der Tschechoslowakei, osteuropäischen Ländern, die mit der Knute unterdrückt werden.>>

 

Der Fall der Berliner Mauer im November 1989 und folglich das Verschwinden der sog. Volksdemokratien musste in den nächsten Monaten zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten führen und schließlich zum Einsturz der Säulen des kommunistischen Sowjet-Tempels. Von einer Konjunktion zur anderen spannt sich somit der Bogen von Stalins Tod bis zur gesamten UDSSR. Eine perfektere Analogie konnte es nicht geben ! Natürlich fühlte sich der Zyklen-Index seinerseits- mit dem Höchstpunkt im Jahr 1990 – ebenso geehrt ob der so vielversprechenden historischen Wende.

 

Dieser Auszug aus dem Buch Pronostic expérimental en astrologie stellt figürlich dar dass es sich nicht nur um eine Saturn – Neptun Konjunktion handelt, sondern um eine dreifache Konjunktion von Saturn – Uranus –Neptun. Ein großartiges, astrales Geflecht, das ich in dem Werk von 1973 zum Blühen gebracht habe: nachdem ich die USA und die UDSSR mit Hilfe des Saturn – Uranus und des Saturn – Neptun Zyklus gegenübergestellt hatte, bemerkte ich dass sie sich << in einen Wettbewerb um die Weltmacht geworfen hatten oder um die Gründung einer universalen Weltgemeinschaft.>>: <<  Nun, diese beiden Konkurrenten kommen am Ende des Wettlaufs zum gleichen Zielpunkt und zum selben Zeitpunkt an, als ob sie sich in einem gleichen Strom vereinen würden. Ihre gemeinsame und einzige Richtung ist das Jahr 1989, das Verfallsdatum, an dem die Welt sich erneuern wird und eine neue Gesellschaft geschaffen wird, sodass diese große Zusammenkunft unserer Geschichte  – nach den Umwälzungen in den Jahren 1982-83 – an diesem dreifachen Kreuzungspunkt geschehen wird >>. Und fügte noch hinzu: << Zu diesem Zeitpunkt könnte sich eine für das ganze XXI. Jahrhundert prägende Menschheit herausbilden >>. Nicht nur die Etappe in Maastricht, sondern auch eine europäische Verfassung. So kommen wir nun zum Wendepunkt der letzten Konfiguration.

 

Die Uranus- Neptun Konjunktion von 1993

Mit dieser Konfiguration , dem Pantheon des Urania Sitzes, möchte ich nochmals auf den ersten Text zurück kommen, den ich diesem Thema widmete, damals als ganz junger Mann ( ich war gerade 25 Jahre alt ) und schon gleich einen Rekord brechend, denn ich war gleichsam 46 Jahre im voraus! Schwindelerregend... Es handelte sich um einen Artikel, den ich in der damals  wichtigsten  okkulten Zeitschrift Frankreichs publizierte ( Destin, Heft Nr.16, Mai 1947 ); sein Titel klingt auch heute noch eindrucksvoll. Zu dieser Zeit bestanden unsere Arbeitshilfen aus einer beschränkten Anzahl von Ephemeriden und ich wollte doch das Ereignis von 1992 untersuchen !

Ich beschrieb den Entwicklungsverlauf der modernen Gesellschaft, deren 4 Hauptphasen ich mit den 4 Jahreszeiten verglich: z. B. << der Winter des Kapitalismus >> der sich vom Quadrat von 1953 bis zur Konjunktion 1992 hinziehen würde. Recht eigentümlich dabei war, aus heutiger Sicht, die Schlussbemerkung: << So erreichen wir am Ende des großen Uranus – Neptun Zyklus , der Konjunktion von 1992, die eine tiefe Umwälzung der Gesellschaft während der Jahre 1981-87 voraussehen lässt, vor allem in den Jahren 1988 – 1989 – 1990, also beim Durchgang von Jupiter und Saturn über diese große Konjunktion; wird es das Ende des kapitalistischen Systems sein, eine neue kapitalistische Reform oder ein neues Regime ? ...  Was sicher ist, ist dass wir in eine neue Welt eintreten werden.>>

Von Interesse ist hier dass es  50 Jahre im voraus möglich war, in den Kalender eine so entscheidende historische Wende einzutragen. Zweifelsohne kann man nicht mehr verneinen dass wir in eine neue Ära eingetreten sind, in eine Renaissance der Zivilisation, immer stärker symbolisiert durch die Verbreitung von Internet seit 1990, mit der Vorherrschaft der Globalisierung. Es ist tatsächlich ein Abschiednehmen vom vergangenen Jahrhundert, das nach den schwindelerregenden Umwälzungen nach dem Fall der Berliner Mauer gefeiert wird. Ein Zurück zu den Anfängen und vor sich eine Welt, die völlig neu zu gestalten ist: so etwa zeigt sich die Morgendämmerung des 3.Jahrtausend, als nun der Vorhang aufgezogen wurde.

 Ich musste mich vorerst mit einer Ankündigung einer enormen Veränderung der Weltgemeinschaft begnügen. In eine große Konjunktion einzudringen bedeutet, alle ihre Kreuz – und Quergänge, alle ihre Querverbindungen zu durchlaufen. Bereits in meiner  La crise mondiale de 1965 hatte ich einen Weg aufgespürt, der von der Uranus – Pluto Konjunktion zu der Uranus – Neptun Konjunktion führte, indem ich ihre Aufeinanderfolge bestimmte: ein Weg, der mit der Geburt der Informatik begann und der zu dessen allgemeiner Verbreitung im täglichen Leben führte.

 

In Astres et l’Histoire  tat ich das gleiche, ich stellte eine Verbindung zwischen der Gruppe der 5 Konjunktionen von 1981-84 und den beiden folgenden der Jahre 1988-89 her, die letzten befanden sich neben der von 1993: << ... was sich hier während der 1.Etappe abzuzeichnen scheint, stellt die Vorraussetzung für das dar, was dann in der 2.Etappe kommen wird; die eine wäre somit die Zeugung, sozusagen eine Schwangerschaft, die zweite hingegen eine Geburt. Und wir werden tatsächlich einen einzigen Entwicklungsverlauf in zwei Phasen haben, bei dem die erste Phase ca.5 Jahre dauern wird, während sich die zweite fast über das ganze letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts erstrecken wird>>. Ich habe es anschließend tief bereut, bei dieser Gelegenheit die Negativität der 1. Etappe verschwiegen zu haben, wollte ich doch auch den kreativen Aspekt betonen, gerade weil ich die Keimkraft der Konjunktion hervorgehoben hatte. Eine Zeugungskraft, die zu Beginn der 80er Jahre die Welt der Kommunikation verwandeln sollte: der Heimcomputer, das Videotelefon, das Fax, das CD mit seinem Vorläufer dem CD-Rom, der walk-man, das Mobiltelefon, das Satellitenfernsehen, die vom Bildschirm unterstützte medizinische Diagnostik, die Kreditkarte...    Blitzartiger Aufschwung der Technologien, die um 1990 zur weltweiten Verbreitung der elektronischen Post durch e-mail und der Welt der Zahlen führte, welche die menschlichen Lebensbedingungen umwälzen und das erste Licht einer neuen Zivilisation aufleuchten lassen.

 

Wenn man nun weitergeht – indem man die einzelnen Körnchen eines jeden Zyklus mit den Trauben der ineinanderverwobenen Zyklen durchläuft – kommt man zum eigentlichen Wesen des Großen Jahres, das zunächst nur ein einfaches Duo Uranus – Neptun war und dann zu einer ein halbes Jahrtausend dauernden Erneuerung des Sonnensystems führen wird.

Ein mini- Großes Jahr, dessen Konturen vor der Wiederkehr einer extremen Konzentration der Planeten gekennzeichnet ist und den Zyklen-Index fast auf den Nullpunkt bringt. Dieses Phänomen zeigt sich zwischen 1483 und 1982. Eine bezeichnende Maßeinheit, wenn man das Urteil der Historiker wie Arnold Toynbee in Betracht zieht, die das Ende des XV. Jahrhundert als die Geburt dessen ansieht, was wir die Zivilisation des westlichen Christentums nennen, welche der Menschheit ihren Stempel aufgesetzt hat und in Anbetracht der Tatsache, das sein Auslaufen in unserer Konfiguration am Ende des XX. Jahrhunderts zu finden ist. Von der Uranus – Pluto Konjunktion von 1965 bis zur Uranus – Neptun Konjunktion 1993 sind wir von einem nicht nur demographischen Niedergang der westlichen Welt ausgegangen – die seit der Renaissance der Bannerträger dieser christlichen Zivilisation war -  um nun zu einem zivilisatorischen Aufschwung der Weltbevölkerung besonders der anderen Kontinente anzugelangen, wo offensichtlich der Islam – der seinerseits während der vorherigen Konjunktion , nämlich der von Saturn – Uranus – Neptun im Jahr 622, entstand – von einem allgemeines Erwachen ergriffen wurde.

 

Im abschließenden Teil meines L’Almanach Chacornac 1978 hatte ich erstmals eine Parallele zwischen dem Anfang und dem Ende des Zyklus gezogen : << Als Abschluss dieser kosmo – geopolitischen Perspektive ergießen wir uns nicht in apokalyptischen Prophezeiungen über das 2.Jahrtausend. Auch wenn wir leider mit Sicherheit von schweren Unwettern bedroht sind, wird aber der Zyklen - Index in den letzten Jahren unseres Jahrhunderts wieder aufsteigen und im Jahr 2003 seinen Gipfel erreichen. Im ersten Jahr des XXI. Jahrhunderts werden wir das einmalige Privileg haben, zehn großen Planetenzyklen beizuwohnen, die alle aufsteigend sind; genau wie in den fernen Jahren 1488-1490, als Diaz, Christophorus Columbus und Vasco da Gama als erste Europäer die Welt eroberte. Kann man, aus astraler Sicht, hoffnungsvoller in die Zukunft schauen ?>>.

Bei all dem dürfen wir aber nicht die grundsätzliche Ambivalenz von Tod und Wiedergeburt aus den Augen verlieren, in der wir seit einem Vierteljahrhundert leben und deren schmerzhaften Zustand ich in  La conjunction Uranus – Neptune et la mondialisation  ( s. meine Homepage ) und noch ausführlicher in  Prévisions astrologiques pour le nouveau millénaire  beschrieben habe. Wir befinden uns in einem hin und her gerissenen Sein, zwischen einem Säen und einer Plünderung, dem langsamen Hinscheiden einer Welt und dem rauen Aufbruch einer neuen Gesellschaft, die noch sich selbst finden muss. Ein analoger Endpunkt wie bei der Sonnenwende, deren Stillstand, bevor sie ihre neue Richtung einschlägt, als destabilisierend empfunden wird. Man muss also auf diesen Schwung warten, mit dem sie ihre neue Ausrichtung einschlägt und frisches Blut in die Adern der Menschheit pumpt, die jüngst unter dem mini - Großen Jahr geboren wurde.

 

 Überblick über die Planetenzyklen

Nach dieser sehr allgemein gehaltenen Pilgerfahrt durch die bedeutenden Geschichtsabläufe, wenden wir uns nun einer Serie von Konfigurationen zu, die über längere Zeitabschnitte verteilt sind und im einzelnen oder im Zusammenhang zu analysieren sind. Wir werden damit vor allem versuchen, ein Inventar aufzustellen, ohne jedoch jeden einzelnen Aspekt der Zyklen zu berücksichtigen. Um diese Arbeit nicht unnötig zu verlängern, werden hier nur die wichtigsten historischen Ereignisse aufgeführt; detaillierte Aspekte können aber eingesehen werden und zwar weise ich den Leser auf verschiedene Artikel hin, die auf meiner Homepage zu finden sind und ganz speziell die einzelnen Zyklen betreffen ( im ganzen sind es über 50 ).

 

Pluto - Neptun Zyklus: meine Arbeit  Le cycle Jupiter-Pluton  hatte mir die Gelegenheit gegeben, die beiden Planeten im Semiquadrat zu finden, genau zum Zeitpunkt der Weltwirtschaftskrise von 1929-31. Es handelte sich natürlich nicht um eine Vorhersage, denn damals war ich noch kein Astrologe.

 

Auch der folgende Fall, ein sich entwickelndes Sextil das sich von 1945 bis zum Ende des Jahrhunderts erstreckte, beschäftigte mich nicht allzu sehr. Es war nur sporadisch dass ich ihm die Rolle eines „ Rettungsringes „ ( Le cycle Jupiter - Uranus ) zuschrieb, stand er doch schützend im Hintergrund der Weltgemeinschaft; die zweite Hälfte des XX. Jahrhunderts könnte dank seiner Mithilfe ohne einen Weltkrieg davon gekommen sein und auch eine positive Rolle beim Verlauf der 30 Nachkriegsjahre gespielt haben.

 

Pluto – Uranus Zyklus: Im gleich Text zum Jupiter - Pluto Zyklus ist eine Himmelskarte von 1929-30 abgebildet, auf der die Verflechtung des Semiquadrats mit dem Uranus - Pluto Quadrat zu sehen ist und deren Verflechtung mit dem Sesquiquadrat Uranus – Neptun: ein gewichtiges Planetentrio in das sich noch die Opposition Jupiter - Saturn hineindrängt, was dann alles zusammen eine Zone einer kompletten Dissonanz von 10 Zyklen formt ! Ein dicker Knoten, der geeignet ist, die Tragödie der großen Weltwirtschaftskrise und des Aufstiegs des zum 2. Weltkrieges führenden Nationalsozialismus zu versinnbildlichen.

 

Ich war noch nicht erfahren genug, um das Sextil, das zwischen dem Herbst 1943 bis zum Herbst 1944 sichtbar war, richtig einzuschätzen. Meine Beschäftigung mit der Geschichte sollte mich bald auf eine neue Spur bringen, nämlich auf die der Beziehung zwischen diesem Zyklus und Japan, einschließlich der umliegenden Region. Ein heikler Aspekt, war doch hier außer einem nipponischen triumphierenden Imperialismus, gefolgt vom Segen eines Sieges über den Angreifer, der dann gleich von der Notwendigkeit eines < kalten Krieges > abgefertigt wurde, um dann die Niederlage mit einem Strich auf der Tafel auszustreichen, nichts weiter zu sehen. Aus der Vogelperspektive betrachtet führten die Dissonanzen des Trios Uranus – Neptun – Pluto von 1930 die Welt in eine tiefe Wirtschaftskrise und an den Rand der Zweiten Weltkrieges; sehen wir aber ihre harmonische Konjunktion ( das Sextil mit dem Trigon Uranus – Neptun ) am Ende des Krieges, so sehen wir die Auflösung des Konfliktes, ein Sprungbrett in die Zukunft ( man denke an den Wirtschaftsboom der Nachkriegsjahre ).

 

Das darauffolgende Semiquadrat – vom Frühjahr 1949 bis zum Frühjahr 1950 – hatte mich nichts ahnen lassen, denn ich dachte, dass dieser Aspekt gerade zu dem Zeitpunkt fiel, an dem im Juni 1950 in Korea der Krieg ausbrach.

 

Es ist nicht nötig, auf meine Vorhersagen bezüglich der Konjunktion 1965 zurück zu kommen, da ich diese ausführlich besprochen habe, s.  Bilan la conjonction Uranus – Pluton .

 

Auch das folgende Semiquadrat vom Frühjahr 1986 bis zum Frühjahr 1987 habe ich nicht kommentiert, da ich im Astrologue Nr. 74, 75, 76 darauf  kurz eingegangen bin. Nämlich eine Pechsträhne für die Raumschifffahrt: am 28.Januar 1986 ( die Sonne stand im Quadrat zu Pluto und im Semiquadrat zu Uranus ) explodierte das amerikanische Raumschiff Challenger mit 7 Besatzungsmitgliedern an Bord; dann eine erfolglose Mission der Raketen Titan ( am 18.April ) und Delta ( am 3. Mai ).Und vor allem die Explosion in der Atomzentrale in Schernobyl am 26.April, als sich die Sonne in Opposition zu Pluto und im Semiquadrat zu Uranus bewegte. Letztlich noch die unangenehme Überraschung für die Internetsurfer, die plötzlich einen Informatikvirus entdeckten.

 

Indessen musste ich mich mit dem Sextil 1995-96 beschäftigen, gerade als sich die dreifache Konjunktion Jupiter – Uranus – Neptun 1997 im doppelten Sextil mit einem Saturn – Pluto Trigon befand und sich das Sonnensystem harmonisierend erneuerte: An diesem historischen Kreuzungspunkt begegnet man wichtigen wissenschaftlichen Errungenschaften und technologischen Entdeckungen, und zwar in der Medizin, der Genetik, Raumfahrt ( s. das sich entwickelnde Uranus – Pluto Sextil , das von Jupiter und Saturn dynamisiert wird ) , das zu einer Erneuerung der Werte führt und unserer Gesellschaft ein einzigartiges Gesicht geben wird ( Jupiter – Uranus – Neptun ). Dieser kreative Zustand wird sich auf alle Sphären des öffentlichen Lebens ausbreiten ( s. L’Avenir du monde selon l’astrologie, Le Félin, 1993 ). Ich habe dieser Wende der letzten Jahre des XX. Jahrhunderts, die gleichsam die endgültige Phase in der Globalisierung durch den PC darstellt, im Artikel  La triplice Jupiter-Uranus-Neptune Rechnung getragen.

 

Neptun – Uranus Zyklus : Die Bipolarität dieses Planetenpaares war geeignet, um die weitlaufende Entwicklungslinie dieses Zyklus zu interpretieren. Mein Bruder Armand hatte schon geahnt, dass sich bei diesem Trigon von 1940 die deutsch – sowjetischen Beziehungen annähern würden; welches aber dann bei seiner Versetzung in zwei neue Zeichen in seine entgegengesetzte Tendenz umkehren würde: s. die Bildung der britisch – amerikanischen – sowjetischen Koalition. Dies beinhaltete – sollte sich diese Interpretation als wahr herausstellen  ( und ich habe nie aufgehört daran zu zweifeln ) - dass bei dem Quadrat der 50er Jahre die Alliierten zu Gegner werden müssten, was wir tatsächlich dann als Kalten Krieg erlebt haben; später, beim Sextil der 60er Jahre, sollten sie sich wieder annähern, s. die sogenannte friedliche Koexistenz, die dann wieder, beim nächsten Sextil, auseinandergehen würde...  Und immer so weiter bis zur Konjunktion, bei der alle Protagonisten verschwinden würden....  Wirklich perfekt, oder ?

 

Pluto – Saturn Zyklus: Ganz im Gegensatz zum vorherigen Zyklus, der dazu geeignet war, seine Wanderung durch die 2.Hälfte des XX. Jahrhunderts kurz und bündig verstehen zu geben, muss auf die Seiten des Artikels  Le cycle Saturne-Pluton verwiesen werden, um seine Rundreise seit der Konjunktion von 1947 verfolgen zu können; im Vergleich zur schriftlichen Vorhersage, die ich bereits einschließlich seiner zahlreichen Aspekte gemachte hatte, kann man so ein Urteil bezüglich eines Erfolges bzw. eines Misserfolges beider Aussagen fällen. Die erste galt dem Interesse, die ganz synchron verlaufenden Schicksalsfäden von China, Indien und Israel zu verfolgen. Besonders die zweifache Vorhersage ( s. La crise mondiale de 1965 ) eines Konfliktes zwischen Amerika und Asien in diesem Jahr ( militärischer Eingriff in Vietnam ), der auf das Nebeneinanderstehen der Oppositionen Saturn- Uranus und Saturn – Pluto zurückzuführen ist.; dann die Vorhersage ( s. Les Astres et l’Histoire ) eines sino - amerikanischen Friedens beim Durchlauf der beiden Zyklen bei deren jeweiligen Trigonen 1972. Anderseits ein Fehler bei der Überbewertung der Resultate. Meine Selbstkritik bezieht sich vor allem auf eine schlechte Interpretation der Etappe 2000-2001, also beim Durchgang des Paares Jupiter - Saturn, das in Opposition zu Pluto stand: Statt des Erdteiles Europas, das ins Schnaufen geriet – aber setzte die Aussicht einer Erweiterung auf 25 Mitgliedsstaaten die EU nicht unter Druck – war es die Terrorismuswelle die New York am 21.September 2001 traf und deren Konsequenzen alle kennen. Hier muss ich gestehen, das mir das rechte Geschichtsbewußtsein fehlte. Meine Recherche hatte seine natürlichen Grenzen, da ich nur einen Teil meiner Zeit der Mundan - Astrologie widmete und diese manchmal regelrecht vernachlässigte; die extreme Komplexität des Themas mit seinen vielfältigen Aspekten ( z.B. die Eklipsen ), die ich nicht alle ausgelotet habe, erfordert hingegen eine tiefschürfige Analyse aller dieser Dinge.

 

Neptun – Saturn Zyklus : Das Wesentliche dieses Zyklus wurde bereits gesagt und weitläufig besprochen, sowohl im vorliegenden Artikel im Kapitel < Das Verfallsdatum des Kommunismus > als auch im Artikel L’Histoire d’une prévision. Nochmals sei darauf hingewiesen dass die wichtigsten Aspekte des Zyklus seit langer Zeit debattiert wurden und Gegenstand von Vorhersagen waren. Die letzte in chronologischer Abfolge ist die von der Wende im Jahr 1989 und zwar handelt es sich um eine Anmerkung im Heft Nr. 48 des l’Astrologue ( 4. Quartals 1979 ) mit dem Titel  Le carré Saturne-Neptune: crise du communisme soviétique? , die einen ganz bestimmten Zeitabschnitt angibt, nämlich  Mitte bis Ende Dezember 1979 ( Konjunktion Sonne - Neptun und Merkur –Neptun). Am 27.Dezember 1979 griff die Sowjetunion militärisch in Afghanistan ein und läutete damit eine neue Ära des kalten Krieges ein.

 

Uranus – Saturn Zyklus: Das Krisenjahr 1975 ( s. Anfang dieses Artikels ) legt ein Zeugnis ab der detaillierten Interpretation, die ich vom Eintritt des Quadrats Saturn – Uranus , das durch die Opposition Jupiter – Uranus dynamisiert wurde, tätigte und diesen Zyklus zum Abbild des Kondratief – Zyklus machte ( s. Prévision astrologiques pour le nouveau millénaire, Dangles, 1998 ). Dieselbe sich rückbildende Quadratur hatte sich auch während der Weltwirtschaftskrise von 1951 gebildet ( s.France- Belgique Informations, vom 1.1.1947 ); diese Dissonanz hatte sich damals im Ausbruch eines Krieges ( Korea ) gezeigt: der Verlauf der Zyklen ist gespickt mit verdrehten Abzweigungen und zu dieser Zeit war ich noch in den Gesellenjahren...  Wer den Zyklus selbst beurteilen möchte , kann meinen Le cycle Saturne – Uranus zu Rate ziehen.

 

Pluto – Jupiter Zyklus: Mit Ausnahme des Konjunktionsduo Jupiter – Uranus habe ich, ganz allgemein gesprochen, diesen Zyklus am wenigsten für meine Vorhersagen behandelt. Ich habe mich sozusagen damit zufrieden gegeben, ihn als Beispiel zu zitieren. Diese Klarstellung gebe ich mit dem Hinweis dass ich in meiner letzten Veröffentlichung auf meiner Homepage eine Vorhersage bezüglich des Nahen Ostens gemacht habe : << Vers la paix au Moyen-Orient? >> Die aktuellen geschichtlichen Ereignisse haben bereits die beiden ersten Zeitabschnitte bestätigt: 1. Ein Generationswechsel bei der Rückkehr von Saturn bei der Konjunktion Saturn – Pluto im Jahr 1947 ( Sharons Rückzug von der politischen Szene Israels und der Aufstieg der Hamas an der Machtspitze in Palästina. 2. Absage des Friedensvertrages von 2006 ( dissonanter Kern gebildet aus dem Semiquadrat Jupiter – Pluto, dem Sesquiquadrat Saturn – Pluto und dem Quadrat Jupiter – Saturn ). In der Hoffnung auf einen Frieden müsste erneut die Konjunktion Sonne – Jupiter im November 2006 und Dezember 2007 eintreten, der 3. Zeitabschnitt der Konjunktion Jupiter – Pluto im Trigon mit Saturn. Eine Vorhersage, die weiterzuverfolgen ist...

 

Neptun – Jupiter Zyklus : Im Gegensatz zum vorherigen Zyklus bin ich auf diesen sehr ausführlich eingegangen. Im besonderen habe ich mich mit der Abfolge der Konjunktion im Jahr 1958, 1971 und 1984 beschäftigt, die als wichtige Etappen einer internationalen Entspannung zu verstehen sind; die Auflistung der wichtigsten diplomatischen Ereignisse befinden sich in meinem Le cycle Jupiter – Neptune. Ebenfalls wurde die daraus folgenden Aspekte im Zyklus von 1984, der den amerikanisch – sowjetischen Dialog zu friedlichen Beziehungen vorbereitete, behandelt. Die Lektüre des Destin de l’Organisation des Nations Unies öffnet auch die Debatte eines weniger erfolgreichen Resultats : Schließlich betrifft der Zyklus auch die V. Französische Republik, die hier an Hand von einigen hervorstechenden Episoden gedeutet wird: So z.B. die sich gegenläufig entwickelnden Quadraturen vom Mai 1968, vom Mai / Juni 1981 ( die Sozialisten kommen an die Macht ) und die vom Mai / Oktober 1993 ( die zweite Koabitation ). Oder auch die nachfolgende Vorhersage im Heft Nr.112 ( 4. Quartal 1995 ) des L’Astrologue: << Es kündigt sich eine Wende für unser Land an, die mit der kommenden Konjunktion Jupiter – Neptun Anfang 1997 zusammenfallen wird. Vorgezogene Wahlen, die den neuen Präsidenten zwingen werden, eine umgekehrte Koabitation wie die des vorherigen Paares Mitterrand – Chirac eingehen zu müssen? Das ist es, was wir uns fragen..>>  Anderthalb Jahre vor dem normalen Abschluss der Regierungszeit kam es zur allgemeinen Überraschung im April 1957 zu Neuwahlen und dann zum erneuten Vorstoß der Linken mit der Machtergreifung durch Lionel Jospin. In einer Anmerkung im Heft Nr.138 ( 2. Quartal  2002 ) des L’Astrologue findet sich ein Vergleich der Resultate dieser vier Oppositionen, die von dieser Republik durchlebt wurden und die eine Einheit bilden. Der jüngste Kommentar diesbezüglich befindet sich auf meiner Homepage unter dem Titel << La crise francaise de novembre 2005 >> ( 22/ 11 / 2005 ), der vor allem das Klima des Volksaufruhr analysiert, also die << revolutionäre Veränderung >> die << durch das Erscheinen (...) der Quadratur Jupiter – Neptun gekennzeichnet ist ( Sensibilisierung der UNO und Frankreichs ) vom Januar bis April 2006 mit einer möglichen Platzierung zum Zeitpunkt des Durchlaufs der Sonne ( über Neptun ) in den ersten 10 Tagen des Februars>>. So begann denn auch die Studentenrevolte, die bei anschwellenden Demonstrationen ( zwei Großveranstaltungen mit mehreren Millionen Menschen ) gegen einen < Vertrag zur Erstanstellung > protestierten bis sich die Regierung am 19. April 2006 , umgeben vom Klima einer akuten Regierungskrise, gezwungen sah, das bereits verabschiedete und verkündete Gesetz zurück zu ziehen; anschließend folgte die << Affaire Clearstream >>, die starke Risse in der Regierung verursachte. Dieses sich rückläufig entwickelnde Quadrat ist dem der drei vorangegangenen hinzuzufügen, die hier als letzte Abbildung im Text zu finden sind.

 

Uranus – Jupiter Zyklus : Wir müssen nochmals auf die Lektüre meines Cycle Jupiter – Uranus zurück kommen, um die Schwierigkeiten bei der Interpretation dieser Konjunktionen und Dissonanzen zu erkennen, die sich in Krisen jeweiliger Art zeigen können. Der Artikel schließt übrigens mit einer Selbstkritik bezüglich der Konjunktion von 1983, Ausgangspunkt eines Aufschwungs der Weltwirtschaft statt einer von mir befürchteten Krise; es handelte sich um seinen extremen Tiefpunkt. Außer der unerwarteten Asienkrise während der Konjunktion von 1997, deren Entwicklung in positiver Weise verlief, wurde dann am Ende des Jahrhunderts ein bedeutender Wirtschaftsaufschwung bestätigt, entgegen den pessimistischen Vorhersagen der Experten.

 

Saturn – Jupiter Zyklus: In dem Artikel Le destin de l’Europe habe ich das Paar Jupiter – Saturn zum Gegenstand meiner wohl ausgiebigsten Untersuchungen gemacht, sodass man sicherlich behaupten kann dass zu seiner Beurteilung sehr fundierte Geschichtskenntnisse gehören. Da hier lediglich das Resultat einer Vorhersage zählt, muss man sich fragen, ob sich die Anstrengung gelohnt hat. Eine einzige Tatsache genügte, um das zu beurteilen, denn eines konnte nicht ignoriert werden: das große europäische Erdbeben von 1989. Während einer Ansprache ( Titel: Le destin dell’Europe ), die ich auf dem von Ebertin organisierten Kongress im Oktober 1983 in Stuttgart gehalten habe, zeigte ich die Himmelskarte, die sich im Le prognostic expérimental,1973 ( s. folgende Seite )befindet und kam zu folgenden Schlussfolgerungen: << Es ist offensichtlich dass die Opposition Jupiter – Saturn in diesem Kontext  eine Ankündigung bedeutet dass Europa Gefahr läuft, Schauplatz von allgemeinen gesellschaftlichen Unruhen zu werden.>> Diese Abbildung einschließlich der Ansprache ( s.a. L’Astrologue Nr.84 ) wurde dann ein mit Varianten versehenes Leitmotiv, das auf verschiedenen Kongressen in den Jahren zwischen 1983-88 wiederholt wurde ( Capri, Madrid, Rio, Zürich, Wien ). Dazu gehört auch der Artikel  Orages sur 1989-90 ( s. Astrologue Nr.85, 1. Quartal 1989 ), der die osteuropäischen Länder brandmarkte; ich habe also keine Zeit verloren. Sicherlich habe ich mit wechselhaftem Glück die anderen Aspekte dieses Zyklus interpretiert, eine Debatte, die ich im Destin de l’Europe widergegeben habe. Es war auch eine ganz und gar nicht nutzlose Wartezeit bis zur letzten Konjunktion im Stier im Jahr 2000: die Morgendämmerung eines neuen Europas wurde erkennbar, das eine neue Währung, den Euro, prägen sollte.

 

Die Sonnenkonjunktionen

Nun bleibt für die Kritik noch die Aufgabe, sich in eine Reihe von Kommentaren von Konjunktionen zu stürzen, die nationalen und internationalen Charakter haben und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen im L’Astrologue erschienen sind. Wir betreten hier ein Feld mit schnellen Konfigurationen, die herausragende geschichtliche Ereignisse oder bezeichnende Wendepunkte signalisieren. In diesem Sinne habe ich vor allem die Sonnen-Konjunktionen in Betracht gezogen und zwar hinsichtlich der Bestimmung von kritischen Zeitpunkten bzw. Veränderungen. Eine große Anzahl von Kommentaren, die nicht alle in unsere allgemeine Bilanz gehören. Ein besonderes, sich wiederholendes Wirkungsfeld möchte ich sofort signalisieren: die Vorhersage einer Tendenz zum Frieden, einem mühsam erkämpften Weg, der in einem halben Jahrhundert mit über 50 Sonnen – Jupiter Zyklen gepflastert ist...und auch mit Hilfe des Sonnen – Venus Zyklus. Was zusammen zu einer positiven Bilanz nicht nur von bemerkenswerten Resultaten geführt hat, sondern auch zum Vorverständnis großer diplomatischer Ergebnisse und zu gelungenen Vorhersagen von Konfliktbeseitigungen: so 16 Monate im voraus das Ende des Algerienkrieges, 7 Monate im voraus das Ende des Vietnamkrieges und nicht zuletzt die Prognose der jüngsten Konflikte im Golf, im Kosovo, auf dem Balkan. Ich möchte behaupten dass allein meine Analyse La conjunction Soleil-Jupiter ( s. meine Homepage )genügt, um die Skepsis vieler ehrlicher Zweifler zu beseitigen.

 

Das Schicksal historischer Persönlichkeiten

Unser Überblick über unsere Vorhersagen schließen mit einem Blick aus das Schicksal von Staatsmännern. Ein furchteinflössender Prüfstein...

Hier ein exemplarischer Fall: Im Heft Nr.105 des l’Astrologue ( 1.Quartal 1994 ) fand sich der folgende Artikel << Un retour de la monarchie en Bulgarie ?>>, wo ich die von Simon II an einen Verwandten mitgeteilten Geburtsdaten analysierte ( geb. in Sofia, am 16.Juni 1937, 6.30Uhr ). Ich bemerkte dass das Paar Uranus – Neptun 1994 über seinen Jupiter im 25° des Steinbocks durchlief und ich sprach so den Wunsch aus dass dieser abgesetzte König wieder an die Macht kommen könne. Und tatsächlich wurde sein erster Besuch in Bulgarien am 25.Juni 1994 der Beginn seiner politischen Kariere; er wurde aufgrund der Wahlen vom 17.Juni 2001 zum Regierungschef gewählt, zum Zeitpunkt, als Jupiter über seine Sonne lief. Sicherlich kam er nicht mit der Krone auf dem Kopf an die Macht und dies geschah erst nach dem einzigen Termin des Zyklus. So kann dieses Resultat als eine teilweise gelungene Prognose angesehen werden, die sich einer Realisierung der Vorhersage annähert; seine eigentliche Kernaussage hat ihre Gültigkeit, auch wenn sie in ihrer Erscheinung verschieden und zeitversetzt ist, so dass der eine behaupten kann, der Wahrheit nahe gekommen zu sein, während ein andere das Resultat abstreiten kann. Was mich als Urheber der Vorhersage betrifft, kann ich nur sagen dass ich die Prognose damals mit einem Fragezeichen versah und nur ein bestimmtes Jahr als das wahrscheinlichere ansah. Nun, diese Annäherung an die Realität stellt die häufigste Art einer möglichst gelungenen Vorhersage dar; ansonsten gibt es nur den Fehlschlag. Also, worauf  kommt es letztlich an ?

Wir können nicht umhin, einen beunruhigenden Fall zu erläutern, der in mir ein äußerst ungutes Gefühl hinterließ: John F. Kennedy ( s. mein Buch von 1963 ), der am Ende jenes Jahres in Dallas umkommen sollte und den ich für die Präsidentschaftswahlen des kommenden Jahres berücksichtigt hatte, da ich keinerlei besondere Gefahr vorausgeahnt hatte ( ich hatte seine Person ausgespart ), außer der einer Sonneneklipse vom 30.Mai 1965 : << Wie kann man unberührt bleiben an diesem Jahrestag, an dem der Herzpunkt seiner Macht, seiner Autorität, seines Prestiges getroffen wurde ? Wir neigen dazu zu glauben dass der Einzelne, der Mensch bedroht wird, hingegen ist es der Stellvertreter der Vereinigten Staaten, dessen Sonnensymbol er darstellt. Dann die Eklipse, der Eintritt in die Dunkelheit, das Abschwächen der Lebenskräfte... der metaphorische Sprachgebrauch der Astrologie geht nicht über Andeutungen hinaus.>> Aber da war diese Eklipse und der entsprechende Kommentar schloss folgenderweise: << Wie bereits gesagt ist die Himmelskarte von Kennedy, dessen konfliktreicher Saturn fast auf dem Höhepunkt steht ( dieser Saturn im X. Haus ist die schlimmste Position für Politiker und Staatsmänner, die ein schlechtes Ende nehmen, von Napoléon III bis Hitler über Karl X, Louis-Philippe und Laval ), also eine von unheilvollen Vorahnungen getragene Situation für seine Karriere, nicht weniger beunruhigend für sein Land und den Verlauf seiner Präsidentschaft.>> : eine im doppelten Sinne quälende Vorhersage.

 

Einige Kollegen haben schadenfreudig gewisse Misserfolge kommentiert, die in La crise mondial de 1965 ( 1963 ) bezüglich verschiedener Staatsmänner zu finden sind; ein sehr eklatanter war der, die politische Zukunft von Georges Pompidou nicht erkannt zu haben; die offensichtlichen Erfolge wurden aber wissentlich verschwiegen. So mussten sich die aus meiner Sicht am stärksten bedrohten Staatsmänner in den Jahren 1964,1965 und 1966 wie z.B. de Gaulle und Franco einer Operation unterziehen, zwei verloren ihre Macht ( der Brasilianer Goulart und der Indonesier Sukarno ), weitere vier verstarben ( Kennedy, der Ostdeutsche Grotewohl, der Inder Nehru und der Südafrikaner Verwoerd ). Es war ein Fehler von mir, dem Drängen eines Verlegers nachgegeben zu haben, der dann zu dieser Akrobatik führte; und das obwohl ich ihn gewarnt hatte dass Fehlerquellen verschiedenster Art zu berücksichtigen wären ( falsches Geburtsdatum, ungenaue Geburtszeit ) außer der äußerst schwierigen, weil komplexen Interpretation, wenn es sich um ein politisches Machtgefüge handelt.

<< Die Experten astrologischer Voraussagen waren sich alle einig über den Sieg von John Kerry >> bei den letzten amerikanischen Wahlen 2004, so berichtet verärgert Alain de Chivré, Präsident der Fédération des astrologues francophones in der Zeitschrift La lettre Nr.36 zur Wintersonnenwende 2004. Nichts ist heikler als diese Vorhersagen. Das Wahlergebnis hängt nämlich immer sowohl vom Kollektiv, als auch vom Individuum ab. Ein Urnenspruch hängt also nicht nur von der Konjunktion der jeweiligen Kandidaten ab ( vorausgesetzt  dass diese eindeutig zu lesen ist ) – als wäre es ein Boxkampf im Ring – sondern vom subjektiven Klima, das eine Konjunktion enthält, die nur mit Schwierigkeiten in ein Wahlergebnis zu übertragen sind. Ganz wie Marionetten werden die Akteure auf der nationalen und internationalen Szene von überpersönlichen Kräften der Geschichte bewegt und werden so zum ausführenden Mittel; der Favorit im Wettstreit ist also derjenige, der am geeignetsten ist, diese Kräfte auszudrücken und von diesen getragen zu werden. Nicht desto trotz, wenn der Kandidat einmal gewählt ist, wird es mehr oder weniger möglich sein, sein Schicksal als Staatsoberhaupt einer astrologischen Lektüre zu unterziehen. Was ich dann auch versucht habe, nämlich mit den Präsidenten der V. Französischen Republik. Mit wechselhaftem Erfolg....

 

Charles  DE GAULLE : Der junge Sternenpilger, der ich damals, 1963, noch war, schrieb in seiner La crise mondiale de 1965 ein Kapitel mit der Überschrift < La France: la fin du gaullisme>, das heute eine Dornenkrone trägt, hatte ich doch << eine Rückwärtsbewegung der U.N.R und des Gaullismus, die den Rücktritt des Präsidenten der Republik im Laufe des Jahres 1965 mit sich bringen wird >>  vorausgesagt; der schlechte Gesundheitszustand wird es ihm unmöglich machen, sich bei der Präsidentschaftswahl im Dezember aufzustellen, oder << sollte er dies trotzdem tun, bestehe die Gefahr, das sein zweites siebenjährige Mandat sehr kurz sein wird.>>

 

Diese pessimistischen Äußerungen gründeten auf dem Uranus – Pluto Transit über seinem Saturn ( geb. in Lille am 22.November 1890 um 4 Uhr ) und der Durchgang einer Jupiter – Neptun Opposition, die einen Gegenstoß zur etablierten Macht ankündigten.

 

Der General musste sich im Mai 1964 einer Prostata Operation unterziehen, hatte aber ansonsten keinerlei gesundheitlichen Probleme und konnte sein Amt weitere vier Jahr innehalten. Meine Vorhersage war also ein Misserfolg. Trotzdem lag der Prognose ein Stück Wahrheit zu Grunde, denn der zyklische Entwicklungsverlauf der V. Republik, die bei der Konjunktion von 1958 begann, also als dieser Mann an die Macht kam, wurde dann während der Jahre in der Opposition einer harten Probe unterzogen.

Zur allgemeinen Überraschung kam es bei der Präsidentschaftswahl im Dezember 1965 zu einer Stichwahl mit Mitterrand. In der Machtgeschichte des Gaullismus, so bemerkte Pierre Viansson-Ponté in der Le Monde vom 29.April1969, beginnt nun eine < Rückwärtsbewegung > mit der < großen Wende vom Dezember 1965 >,  als  < irgendetwas an diesem Tag zu Bruch geht >. Das Land entdeckt die Möglichkeit einer Veränderung, sollte die Linke an die Macht kommen ; man wird aber die Jupiter – Neptun Opposition abwarten müssen, damit diese Linke bei den Wahlen die Mehrheit erringen wir.  << Die Opposition, ermutigt durch den Wahlerfolg, hebt nun stolz das Haupt; sie wird jetzt schonungslos mit der Macht umgehen ( ... ). Die Autorität des Generals ist von jetzt ab geschwächt und konditioniert, sein Handlungsspielraum begrenzt >> ( Réne Rémond: Le XX. siècle ). Ganz offensichtlich also meine Fehleinschätzung. Einen wirklichen Misserfolg erlebt man, wenn die Geschichte schweigt, beim Fehlen eines zukünftigen Geschehnisses: Der Vorhang geht auf und niemand erscheint. Hier zeigte sich zumindest beim vorgegebenen Termin eine politische Schockreaktion . Aber ohne das vorgesehene Ende.

Das eben zitierte Kapitel endete immerhin mit einem sibyllinischen Satz: <<  Aber der Zug der V. Republik läuft Gefahr vor dem Ende seines Zyklus zu entgleisen, nämlich wegen der Störfaktoren, die aus den komplexen Elementen von Uranus – Pluto der Jahre 1968-69 auf ihn einschlagen werden>>.

Unter der Quadratur des Himmels im Mai 1968 vermischten sich die Karten und im April 1969 endete die gaullistische Vorherrschaft. Diese geheimnisvolle Textstelle, die gleichsam eine Vorhersage mit verbundenen Augen war, kündigte mit sechs Jahren im voraus das Ereignis an und macht damit meine Fehleinschätzung wieder gut; auch wenn ich mir persönlich noch der Niederlage bewusst bin.

 

Georges POMPIDOU : Das Geburtshoroskop von Georges Pompidou ( geb. in Montbondif, Cantal am 7.Juli 1911 um 7.30Uhr ) befindet sich im L’Astrologue Heft Nr.7, 3. Quartal 1969. Beim Saturn Transit über MC wurde er zum Präsidenten der Republik gewählt. Dieser Stern sollte dann über seine Geburtsposition im X. Haus laufen, in einem disharmonischen Umfeld; die entsprechenden Voraussagen lauteten : << Es gibt Grund genug, um sich zu fragen, ob die Machtposition des neuen Präsidenten nicht tatsächlich und schwerwiegend bedroht wird durch das disharmonische Umfeld von 1971, das sich sowohl auf der persönlichen wie allgemeinen Ebene abzeichnet. Der Gefahr kann vielleicht durch eine doppelte Portion Glück entgangen werden. Ein gutwilliger Mensch, der die Franzosen glücklich machen wollte. Georges Pompidou hat vielleicht seinen ärgsten Feind gerade im Konservatismus gehabt, der von Bequemlichkeit, Optimismus und Befriedigung seiner Frohnatur gekennzeichnet ist. Wie kann die statische Unbeweglichkeit mit der beweglichen Konjunktion einer Gesellschaft, die in einem tiefgreifenden Wandel begriffen ist, übereinkommen ? Ein Georges Pompidou, der durch den bald beginnenden Saturneinfluss vorzeitig gealtert und schwerfällig geworden ist, wird er die notwendige Schwungkraft finden, die diese Konjunktur verlangt ? In kritischen Zeiten wie die unseren zerbröckelt die Macht sehr schnell... Trotzdem wollen wir uns vor allzu großem Pessimismus hüten oder Unkenrufe ausstoßen: Die Schicksalsfügung des Saturn im X. Haus, der Fall vor dem Ende des siebenjährigen Mandats.>>

Hier wurde ich wirklich Opfer eines Richtungsfehlers, ich glaubte nämlich dass sein neues Mandat auf der politischen Ebene bedroht wäre, statt dessen war es die Gesundheit, die seit 1971 immer größerer Aufmerksamkeit bedarf und die den Präsidenten zu einem << Georges Pompidou, der vorzeitig altert und schwerfällig ist >>, werden lässt.

Nach dem Erscheinen des ersten Textes folgten diesbezüglich zwei weitere Kommentare in der gleichen Zeitschrift ( Nr.25, 1. Quartal 1974 ). Der erste lautete Astralités de Georges Pompidou und enthielt folgende Kernaussage: << Saturn wird im August 1974 über die Sonne unseres Präsidenten ziehen, so auch im Februar und im April 1975. Diese Dissonanz wird zwar durch das Jupiter Trigon abgeschwächt, aber verzehrt die Person stark und unterzieht sein Alter und seiner Schwerfälligkeit einer harten Probe.>> Die zweite lautete Le carré Jupiter – Neptune und enthielt folgende Aussagen : << Der Jupiter – Neptun Zyklus der V. Republik bewegt sich auf eine Quadratur zu, die sich am 19.April, am 27.Oktober und am 2.Dezember 1974 ausbilden wird. Wir weisen darauf hin dass sich diese Tendenz besonders bei einer von folgenden Etappen bemerkbar machen wird, nämlich wenn die Sonne, Merkur oder Mars in dieser Quadratur aktiv werden, so um den 18./19. Mai, den 30.Mai, den 7.Juni, um den 16./21.Oktober, vom 2.bis 8.Dezember und am Ende Dezember.>>

Pompidou stirbt am 2.April 1974, zu Beginn des Saturntransits über seiner Sonne, mit dem Stern, der noch durch seinen Pluto zieht und 17 Tage vor der Jupiter – Neptun Quadratur. Und bei der ersten Reaktivierung der Quadratur, am Sonntag den 19.Mai, wählte Frankreich einen neuen Präsidenten, der nicht mehr der U.D.R. angehört. Außerdem trat bei der zweiten Reaktivierung die Regierung  Chirac sein Amt an.

 

Valéry GISCARD D’ESTAING : Der Nachfolger ( geb. in Koblenz am 2.Februar 1926 um 21.20 Uhr ) kam ebenfalls unter einem kulminierenden Saturn an die Macht und wurde von mir gleichermaßen einer Studie unterworfen ( s. L’Astrologue Nr.26, 2. Quartal 1974 ). Was sein politisches Mandat betrifft, konzentrierte ich mich auf die Jahre 1985-86 mit Pluto in der Sonne und schloss daraus: << Wird es Giscard d’Estaing gelingen, ganze sieben Jahre im Elysée zu bleiben ? Man kann das sicherlich annehmen. Sein Mandat läuft Gefahr, vorzeitig abzubrechen und viele Hürden überwinden zu müssen. Und man muss sich fragen, ob die Gefahr der Eckendissonanzen von Uranus – Mars nicht eine Gefahr wird, die sich in Unfällen, persönlichen Angriffen oder die Gefahr einer politischen Explosion zeigen wird, die zum Ende seines Präsidentschaftsmandats führen wird.>>

Nun , hier ist offensichtlich etwas schiefgelaufen bei der Vorhersage. Valéry Giscard d’Estaing hat seine Amtszeit in aller Ruhe beenden können und Gewaltausbrüche hat er ausschließlich bei seinen Jagdausflügen und in den Gesprächen mit seinen Ministern gezeigt. Und auch nur bis zu einem gewissen Maße ist Chirac sein Erzfeind geworden. Trotz alle dem beginnt nur sechs Monate nach seinem Amtsantritt eine weltweite Wirtschaftskrise, die sich zunehmend verschlimmert und seine Macht unterhöhlt. Ich sagte immerhin eine sehr kritische Phase beim Saturntransit über Pluto im X. Haus voraus, gerade beim Einbruch dieser Krise, die er nicht rechtzeitig ernst genug nahm.

Mein Artikel schloss mit der Ankündigung einer zweiten kritischen Phase: << Wir kommen zur Opposition Jupiter – Neptun vom Juni 1977. Zu diesem Zeitpunkt kann es gerade zu einer Umkehrung der Tendenz kommen, die es der Opposition erlauben könnte, sich zu erheben und die Mehrheit zu erringen, die inzwischen hauchdünn und brüchig geworden ist .>> Um genau zu sein hatte die Linke bei den Kommunalwahlen vom März 1977 die 50% Hürde überwunden und 60 Städte mit über 30.000 Einwohnern dazu gewonnen. Außerdem hatte sich die Mehrheit gerade gespalten, denn Chirac hatte am 5.Dezember 1976 die R.P.R. gegründet und somit eine Opposition innerhalb der Regierung gebildet. Diese komplexe Situation stellte hingegen für den Machthaber im Elysée keinerlei Bedrohung dar, sondern wurde der Keim für die zukünftige Entwicklung unter der folgenden Quadratur desselben Zyklus, nämlich die große Gelegenheit für den politischen Gegner ; Mitterrand würde bald in den Präsidentenpalast einziehen.

<< Der Elysée Palast wurde von der Opposition Jupiter – Neptun von 1977 erschüttert und geschwächt, wird er wohl die im Herbst 1980 kommende Quadratur standhalten ? >> Diese Schlussbemerkung findet sich im Heft Nr.48 ( 4. Quartal 1979 ) derselben Zeitschrift; ich fügte noch hinzu : << Vor 12 Jahren, unter denselben Entwicklungsbedingungen der Himmelskarte, ereignete sich die 68er Revolution. Wird Mitte September 1980 eine neue schwere Krise auf die V. Republik einbrechen ? Diese Prognose sollte allseitige Beachtung finden.>> Nochmals tat sich eine geschichtliche Leere auf. Sodass ich im Heft Nr.53 ( 1. Quartal 1981 ) erklärte dass dieser Aspekt << keinen besonders spektakulären Effekt erzielen würde und dass man aber noch über einen solchen nachforschen sollte.>> Und tatsächlich zeigte er sich dann in extremis als er sich im Frühjahr 1981 in 6° - 7° des Umkreises wieder ausbildete; Folge: die Eroberung der Präsidentschaft durch die Linken am 10.Mai und entsprechende Wahlen im Juni, die Mitterrand dann als < 68er Wahlergebnis > bezeichnete.

Nun, um die Komplexität der vorhergesagten Negativität zu erklären sei hinzugefügt dass der noch regierende Präsident Pompidou mit einem Saturn im X. Haus von Krankheit und Tod getroffen wurde. Wogegen Giscard d’Estaing mit seinem Pluto im X. Haus sein siebenjähriges Amt unfreiwillig verlassen muss, was er noch später als seine größte persönliche Niederlage bezeichnen wird und zu seinen Abgang von der politischen Bühne führt.

 

Francois MITTERRAND : Mit dem vierten Präsidenten ( geb. in Jarnac am 26. Oktober 1916 um 4 Uhr ) haben wir sowohl Pluto als auch Saturn im X. Haus. Aber die Geburtsstunde ist wahrscheinlich nicht ganz genau, denn zu diesem Zeitpunkt trat gerade Saturn in den Sektor; eine viertel Stunde früher würde er sich dort nicht befinden. Damals habe ich diesen eventuellen Zweifelsfall nicht beachtet, als ich mich an die Arbeit begab, deren Ergebnis im Heft Ne.54 des L’Astrologue ( 2. Quartal 1981 ) zu finden ist :<< Wer ist nun dieser Mann, der heute ins Elysée zog, was können wir von seiner Präsidentschaft erwarten ? Es ist sehr wahrscheinlich dass er die gesamte Amtszeit regieren wird, wenn wir vom Zusammenspiel von Pluto und Saturn im X. Haus urteilen wollen.>> Dann folgen die beiden kritischen Zeitpunkte : der erste beim Durchgang  des Uranus über Mars und des Saturns über die Sonne in den Jahren 1982 - 83 ; der zweite beim Durchlauf des Pluto über die Sonne in den Jahren 1985 –86. Mein Artikel endete mit dem Satz : << Zuvor hatte Jupiter und Neptun ihren Zyklus bei der kommenden Konjunktion im Januar 1984 erneuert. Mit oder bereits ohne den neuen Präsidenten.>>

Ein schöner Reinfall für einen Präsidenten, der gleich zwei Mal eine siebenjährige Amtszeit durchgehalten hat ! Ganz offensichtlich hat Saturn nicht das X. Haus beeinflusst. Aber es ist nicht weniger offensichtlich dass der Präsident während der ganzen Amtsperiode eine recht steinigen Weg zu begehen hatte ?  Nach einem verheißungsvollen ersten Jahr beginnt ein Vertrauensverlust, der bald für Mitterrand katastrophale Auswirkungen zeigt, nämlich nach den Wahlen vom März 1983, bei denen die Sozialisten große Verluste einbüssen ( ca. 30 Städte wechseln die Parteifarbe ). Bis Ende des Jahres 1983 zeigt das Politbarometer nie da gewesene Tiefswerte. Ein erster Einbruch zeigt sich bei Uranus – Mars Transit , im Moment der Konjunktion Jupiter – Neptun, bei dem eine Umbesetzung der Regierungsstühle erfolgt: der Präsident ist im Juli 1984 gezwungen, sich von seinem Premierminister Pierre Mauroy zu trennen. Damit tritt nicht nur ein Politiker ab, sondern auch das gesamte sozialkommunistische Bündnis.

 

Unter der Amtszeit von Laurent Fabius beginnt ein neuer Zyklus, unter dem Einfluss einer politischen Krise, der mit sozialdemokratischer Strenge entgegengetreten wird. Nicht desto trotz macht sich ein zweiter Einschnitt bemerkbar, und zwar beim zweiten, kritischen Pluto – Sonne Transit: bei den Wahlen im März 1986 wird der Präsident geschlagen und von seinem Gegner Jacques Chirac, der nun Premierminister wird, entmachtet ! Ein nie da gewesener Zwischenfall für diese Koabitation ( typisch für eine Sonne – Jupiter Opposition ) , bei der sich das Elysée und der Palais Matignon den Kampf angesagt haben. Was der Präsident versucht aufzubauen, wird vom neuen Premier prompt wieder abgebaut – so etwa von der Verstaatlichung zur Privatisierung – das Land wird politisch völlig durchgeschüttelt, eine derartige Umwälzung hatte man noch nicht erlebt.

Sicherlich wohnt der Präsident weiterhin im Elysée, aber er hielt nicht mehr die Zügel in der Hand, die rechtsgerichteten Parteien demolierten ganz systematisch alle sozialistischen Reformen und erzwangen die Liberalisierung.

 

Im Heft Nr. 82 des L’Astrologue ( 2. Quartal 1986 ) behandelte ich seine zweite Amtsperiode und verwies nochmals auf die zweifelhafte Geburtszeit; abschließend bemerkte ich : <<  Bedeutet diese Zusammenstellung nicht das Risiko einer vorzeitigen Unterbrechung der Präsidentschaft etwa aus gesundheitlichen oder gar aus politischen Gründen ? Dies scheint möglich zu sein. Auf jeden Fall besteht das Risiko.>>

Eine solche Situation wiederholte sich dann beim dritten sich rückwärtsbewegenden Quadrat des Jupiter – Neptun Zyklus. Mit dem selben katastrophalen Wahlausgang wie beim letzen Mal . Am 21. und am 28. März 1994 wurde die Sozialisten ganz glatt von der triumphierenden Rechten geschlagen ( die Sozialisten erhielten kümmerliche 17,4% ) und erhielten dann bei den europäischen Wahlen am 12.Juni 1994 nochmals eine Niederlage; der Präsident muss nochmals eine Koabitation mit Edouard Balladur auf sich nehmen. Was aber noch verhängnisvoller wird, ist die im September 1992 durchgeführte Prostata Operation wegen Krebs, also zwei Jahre vor dem Ende seiner Amtszeit. Es wird nun öffentlich dass der Präsident schon seit Jahren krank ist und im geheimen gegen seine Krankheit ankämpft und nur mit letzter Kraft sein Amt zu Ende führen kann. Kurz nach seinem offiziellen Amtsabtritt stirbt er am 8. Januar 1996.

 

Schwierig zu sagen, ob nun das formale Ergebnis der Vorhersage unrichtig war ( ich hatte mich bemüht, meine Vorhersage so vorsichtig wie möglich zu formulieren ), sicher ist sie in ihrer Kernaussage al richtig zu bewerten.

Jacques CHIRAC : geboren in Paris am 29. November 1932 um 12 Uhr, wird am 7. Mai 1995 zum fünften Präsidenten der französischen Republik gewählt. ...

...unter einer eisigen Konjunktur , wie dann in einer Anmerkung meines Artikels in L’Astrologue Nr. 112 ( 4. Quartal 1995 ) zu lesen sein wird . << Nach vollendeten Tatsachen – denn wer hätte wissen können dass Saturn auf eine günstige Gelegenheit bis nach den Wahlen gewartet hätte – stellen wir fest dass Jacques Chirac unter dem wohlwollenden Transit von Jupiter über seiner Sonne MC ins Elysée einzog. Er befand sich also unter dem Zeichen des Saturns im XII. Haus, das noch das ganze Jahr 1996 von Uranus durchlaufen sein wird; der dann zwischen 1997-98 die Staffel an Neptun weiter geben wird, der seinerseits den Pluto – Transit erwartet, der zwischen 1998 - 1999  über seine Sonne MC läuft. Eine schwere Bürde für einen Präsidenten, dem großen Prüfungen bevorstehen! >>  In einem ganz ähnlichen Klima bezieht der ebenfalls kalte und trockene Premierminister Alain Juppé in den Palais Matignon, unter der Kulmination seines Sterns.

Innerhalb von sechs Monaten wird der Präsidentschaftskandidat, der das Blaue vom Himmel versprochen hatte, und jetzt nur noch 27% Zustimmung unter der Bevölkerung findet, der armselige Verwalter einer nationalen Depression. Mein Artikel endete, wie bekannt, mit der Ankündigung einer möglichen, nochmaligen Koabitation und zwar unter der neuen Konjunktion Jupiter – Neptun im Jahr 1997. Was sich dann tatsächlich zeigen sollte, denn Lionel Jospin zieht in den Palais Matignon ein. Hier kann ganz klar festgestellt werden dass die Prognose sowohl formal als auch zeitlich richtig vorhergesagt worden ist.

Nach einer stürmischen Wiederwahl – 19%, dann 82% - unter der Quinkunx ( Fünfzwölftelschein ) des Jupiter – Neptun Zyklus, finden wir eine Opposition noch anderthalb Monate vor den Wahlen vom 9. und 16. Juni 2002  und Frankreich wird sich politisch wieder nach rechts drehen. Und eine neue Ära Chirac II einläuten, die vom schmerzlichen Niedergang der Himmelskarte gekennzeichnet ist.

Abschließend kann man sagen dass an Hand diese arbeitsaufwendigen und abenteuerlichen Vorhersagen  bezüglich politischer Persönlichkeiten offensichtlich wird dass  die Interpretation der jeweiligen individuellen Astralität sehr wohl einen glücklichen Beistand vom zyklischen Verlauf der V. Republik findet und einen kollektiven < Determinismus > erkennen lässt, der über dem persönlichen dominiert. Aber wer hatte denn glauben wollen dass die astrologische Vorhersage eine leichte Kunst sei ?

 

LOB DER VORHERSAGE

Wir möchten keineswegs eine wesentliche Kritik ausräumen, der wir ausgesetzt sind, nämlich der dass die Astrologie ihren Kopf  wohl eher in den Wolken hat als die Füße auf der Erde. Zweifelsohne leidet unser Erkenntnisstand unter einer empirischen Unbeständigkeit und dieses Defizit an Realität muss ausgefüllt werden. Nichts ist daher besser, als die Lektüre des Himmelskalenders der Geschichte einer Prüfung seiner zyklischen  Periodizität zu unterziehen. Dies haben wir hiermit in einer allgemeinen Darstellung getan. Und dies stellt einen Präzedenzfall dar.

Ohne dass ich mir irgendwelche Illusionen machen möchte  - aber sollte man mir nicht, trotz aller Fehler und Unzulänglichkeiten – dankbar dafür sein dass ich über die Kunst der astralen Vorhersage so wohlwollend spreche ? Auch wenn ich die, so hoffe ich wenigstens, elegante Form einer Abschlussrede  gewählt habe – die aber keineswegs eine Abschiedsrede sein soll – möchte meine Bilanz der astrologischen Vorhersagen vor allem eine Aufforderung sein, denselben kreativen Weg weiterzugehen. Gestärkt in meiner Überzeugung  dass es sich bei der astrologischen Vorhersage keineswegs um ein Hirngespinst handelt, bin ich sicher dass durch seine Anwendung noch bessere Resultate erzielt werden können. Wir befinden uns in der Morgendämmerung der dritten Jahrtausends und ich möchte meinen Nachfolgern den Wunsch ausdrücken dass ihnen ein noch besseres Gelingen ihrer astrologischen Arbeit beschert sei und dass es ihnen vergönnt sei, die Dinge <dort – oben> lesen zu können, ist doch die Mundan – Vorhersage ein edles Handwerk, das gleich einer Lobeshymne im Tempel der Göttin Urania erschallen soll.

 

Paris le 1er juillet 2006. 

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